• Pasta e Ceci – Soulfood auf Italienisch

    Ich bin wieder daaaaaaa…! Nach vier Wochen halb freiwilliger, halb den Umständen (Krankheit, Urlaub) geschuldeter Blogpause melde ich mich heute endlich mit einem Rezept zurück. In den letzten zwei Wochen haben wir einen wunderschönen Urlaub im sonnigen Süden Kroatiens verlebt – auf meiner Facebook-Seite konntet ihr schon einige Eindrücke sehen und für den Blog werden diese natürlich auch noch ausführlich aufbereitet. Bis dahin dauert es aber noch ein bisschen und in der Zwischenzeit bin ich erst einmal damit beschäftigt, wieder hier zuhause und im Alltag anzukommen. Ich muss ja schon sagen, dass ich mich ein wenig erschrocken habe darüber, wie weit hier in Dresden der Herbst teilweise schon vorangeschritten ist. In Kroatien hat man allerhöchstens mal einzelne Bäume mit bunten Blättern gesehen… entsprechend habe ich erwartet, hier zuhause einen vollends bunten Blätterwald vorzufinden. Doch stattdessen ist das Blätterdach der Bäume vor meinem Fenster schon ziemlich licht geworden, am Boden liegt ein riesiger Haufen nassen, braunen Laubs, gegenüber ist ein Baum sogar schon komplett kahl. Das hat mir – zusammen mit dem nass-kalten Wetter, das aktuell herrscht – einen kleinen Stich versetzt.

    Entsprechend wichtig ist es, es sich jetzt schön warm und gemütlich zu machen. Und ich muss sagen, es hat mir Spaß gemacht, in meine Wohnung zurückzukehren. Nach jedem Urlaub, wenn ich eine Weile nicht hier war und damit alles nicht ganz so selbstverständlich ist wie im Alltag, merke ich besonders deutlich, wie gut sie mir gefällt und dass ich mich hier wohl fühle. Ich habe meine Wohnung und alle Annehmlichkeiten, die sie bietet, daher dieses Wochenende ausgiebig genossen. Das große, gemütliche Bett, den durch die Fußbodenheizung so schön warmen Parkettboden, die Badewanne, in der man entspannt liegen und Podcasts hören kann, die Couch, auf die man sich mit der Lieblingsdecke kuscheln und einen Tee oder noch besser eine Tasse Kakao mit viel Sahne trinken kann… das alles gehörte zu meinem Wochenende und machte mir das Nachhausekommen leicht und schön.

    Besonders freue ich mich nach einem Urlaub immer darauf, wieder in meiner Küche kochen zu können. Denn keine noch so gut ausgestattete Ferienwohnungs-Küche kommt an die Möglichkeiten heran, die man – sowohl was Geräte als auch Gewürze & Co. angeht – in der eigenen Küche hat. Spätestens einige Tage vor der Rückreise fange ich daher an, darüber nachzudenken, was ich kochen werde, wenn ich wieder zuhause bin – so entsteht etwas Vorfreude, die mir über eventuellen Heimkehr-Blues hinweg hilft. Dieses Mal hatte ich besonders Lust auf frischen Obstsalat, einen Eintopf mit guter, selbstgekochter Brühe (mehr dazu im nächsten Post) – und auf ein Gericht, das ich ganz frisch bei Smitten Kitchen (absoluter Lieblings-Foodblog!) entdeckt habe: Pasta e Ceci. So einfach wie der Name – Nudeln und Kichererbsen – ist auch das gesamte Gericht, das der traditionellen römischen Küche entstammt. Außer den beiden namensgebenden Zutaten beinhaltet es nämlich nur Olivenöl, Tomatenmark, (viel) Knoblauch und Rosmarin – und ist trotzdem deutlich mehr als die Summe seiner Teile. Ich mag solche Gerichte, die mit wenigen Zutaten im Handumdrehen gekocht sind und deren Geschmack doch so überraschend komplex, vielschichtig und würzig ist. Daher meine absolute Empfehlung für ein schnelles und glücklichmachendes Feierabend-Gericht im Herbst! 🙂

    Rezept
    Laut Smitten Kitchen für 2 Portionen – aus meiner Sicht waren das 2 Mini-Portionen, die ich alleine verdrückt habe. Also lieber die doppelte Menge machen!

    für die Pasta
    2 EL Olivenöl
    2 Knoblauchzehen
    3 EL Tomatenmark
    1 TL feines Meersalz
    frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
    1 Dose Kichererbsen (400g)
    55g kleine Suppennudeln (z.B. Muschel- oder Fadennudeln)
    275 ml Wasser

    für das Würzöl
    3 EL Olivenöl
    1 Knoblauchzehe
    1 Zweig Rosmarin
    feines Meersalz
    frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

    Für die Pasta Olivenöl in einem mittelgroßen Topf oder einer tiefen Pfanne erhitzen. Knoblauch schälen und fein hacken. Knoblauch zugeben und bei mittlerer Hitze so lange braten, bis er ganz leicht bräunt und sehr stark duftet. Tomatenmark, Salz und Pfeffer zugeben und alles zusammen ca. 30 Sekunden lang anrösten. Kichererbsen, Pasta und Wasser zugeben und gut umrühren, so dass sich alle möglicherweise am Topfboden festhängenden Bestandteile vermischen. Zum Kochen bringen und bei kleiner bis mittlerer Hitze köcheln, bis die Pasta gar ist und ein Großteil der Flüssigkeit verkocht ist (es soll eher ein Ragout als eine Suppe sein). Das dauert ca. 15 – 20 Minuten. Falls nötig, noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken.

    In der Zwischenzeit das Würzöl zubereiten: Knoblauchzehe schälen und fein hacken. Rosmarin waschen, trocken schütteln, Nadeln vom Zweig zupfen und ebenfalls fein hacken. Olivenöl in einer kleinen Pfanne erhitzen. Knoblauch, Rosmarin, Meersalz und Pfeffer zugeben und bei mittlerer Hitze 2 – 3 Minuten braten, bis der Knoblauch ganz leicht bräunt.

    Zum Servieren Pasta in tiefe Teller geben und jede Portion mit dem Würzöl beträufeln.

    Quelle
    Smitten Kitchen

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