[New York, Teil 4] Travelguide für Midtown Manhattan

Heute habe ich den letzten Travelguide aus New York für euch. Aber keine Sorge, ganz fertig sind wir mit dem Thema anschließend noch nicht, im Gegenteil – auch bei meiner New York-Berichterstattung kommt das Beste zum Schluss: In zwei Wochen erwartet euch hier noch mein Restaurantguide und Fooddiary! Doch vorher widmen wir uns heute erst einmal der klassischen Mitte von New York. Midtown Manhattan ist sicher das, was den meisten von uns als erstes in den Sinn kommt, wenn wir an New York denken.

Und kein Wunder, denn von der Fifth Avenue bis zum Times Square, vom Empire State Building bis zum Rockefeller Center, von MoMA und Guggenheim bis Central Park – viele der absoluten Top-Sehenswürdigkeiten von New York liegen in dieser Gegend so dicht beieinander, dass man, auch ohne gezielt zu suchen, alle paar Meter auf etwas Bekanntes stößt. Ein paar Highlights, die man sich trotz des dichten Touristenrummels nicht entgehen lassen sollte, stelle ich euch heute vor!

Skyline Manhattan

Zwischen Fifth Avenue & Times Square – einfach mal treiben lassen

An unserem ersten Tag in New York lautete das Motto für uns: Einfach mal treiben lassen! Das ist auch gar nicht die schlechteste Devise, denn in den Menschenströmen in Midtown Manhattan wird man ohnehin meistens einfach mitgeschoben, und bewusst eine andere Richtung einzuschlagen, ohne dass einen jemand über den Haufen rennt oder fährt, kann ganz schön schwer sein 😉 Wir sind am ersten Tag mit der NY Waterway-Fähre von Weehawken, New Jersey (dort befand sich unser Apartment) am Fährterminal an der 12th Avenue/West 39th Street angekommen und haben uns erst mal quer durch Manhattan bis zur Park Avenue durchgeschlagen – natürlich nicht, ohne an quasi jeder Ecke mit offenem Mund stehen zu bleiben und hunderte von Fotos zu machen…

Madison Square Garden

Anschließend ging es die Park Avenue hinauf in nördlicher Richtung. Zu dieser Avenue habe ich eine besondere Beziehung, denn dort befand sich bei meiner ersten New York-Reise vor knapp 20 Jahren unser Hotel, und als wir das Grand Central Terminal durchquerten, am MetLife-Building und am berühmten Hotel Waldorf Astoria vorbei liefen, kam doch so einiges an Erinnerungen hoch.

Chrysler Building

Unser damaliges Hotel existiert übrigens nicht mehr und musste Platz machen für 432 Park Avenue (Ecke 56th Street), mit 426 Metern Höhe das zweithöchste Gebäude von Manhattan und der höchste reine Wohnturm der Welt.

Park Avenue

Nur ein kleines Stück weiter befindet sich die berühmte Fifth Avenue mit dem Plaza Hotel, dem Rockefeller Center, der St. Patrick’s Cathedral, der New York Public Library und zahlreichen Läden der international bekanntesten Designer und Luxusmarken. Dort könnt ihr euch bis zum Empire State Building an der 33rd Street treiben lassen und anschließend in westlicher Richtung abbiegen, bis ihr auf den Broadway stoßt, der euch – nicht zu verfehlen – zum Times Square leitet.

Times Square

Der Times Square ist einfach ein unglaublicher Ort. Die schiere Masse an Leuchtreklamen, an Lichtern, an Glitzer, an Menschen, an unterschiedlichen Geräuschen und Gerüchen ist schwer zu fassen. Es ist auch bei Nacht absolut taghell und alles wuselt durcheinander. Sicher, für Klaustrophobiker und alle, die nicht gern Menschenmengen mögen, ist das vielleicht nicht der richtige Ort, allen anderen kann ich jedoch raten, sich hier einmal eine Viertelstunde niederzulassen, das Treiben zu beobachten und einfach immer wieder ungläubig staunend und fassungslos den Kopf zu schütteln… 🙂

Times Square

Wer gern ein Musical besuchen möchte, ist übrigens gut beraten, den TKTS-Kiosk unter der großen Treppe im Auge zu behalten. Hier werden jeden Vormittag vergünstigte Musical-Tickets für den selben Tag angeboten. Die TKTS-App verrät euch im Vorhinein, für welche Musicals es Karten gibt, so dass ihr abwägen könnt, ob ihr den Weg zum Times Square auf euch nehmt.

Times Square

Rockefeller Center (Top of the Rock) – vielleicht der schönste Ausblick von Manhattan?

Doch natürlich wollen wir die ganzen Wolkenkratzer nicht nur von unten sehen – wir wollen auch hoch hinaus! Nachdem wir einige Tage zuvor schon den Ausblick vom One World Observatory, der Aussichtsplattform im One World Trade Center in Downtown Manhattan, genossen hatten, zieht es uns jetzt aufs Rockefeller Center.

Rockefeller Center

Mit seiner Höhe von 259 Metern kann das Comcast Building, das höchste Gebäude in diesem Komplex, zugegebenermaßen nicht ganz mit One World Trade Center, Empire State Building & Co. mithalten und sieht auch deutlich weniger spektakulär aus. Doch es hat den Vorteil, dass man von ihm aus einen atemberaubenden Blick auf die umliegenden berühmten Wolkenkratzer, allen voran auf das Empire State Building, hat. Außerdem sind die Vorschriften in Hinblick auf das Mitbringen von Foto-Equipment wie z.B. Stativen hier weniger streng, was uns sehr entgegen kommt.

Rockefeller Center

Das Rockefeller Center war eine der wenigen Sehenswürdigkeiten, für die wir nicht vorab Tickets gebucht hatten – und hier wären sie tatsächlich nützlich gewesen. Denn als wir unsere Tickets kaufen, ist das nächste verfügbare Zeitfenster erst über eine Stunde später. Nicht wirklich dramatisch… doch die Zeit des Sonnenuntergangs müssen wir so leider in den Häuserschluchten von Manhattan verbringen und können erst nach Einbruch der Dunkelheit nach oben fahren. Ich würde euch hier also raten, Tickets vorzubuchen und auch eine halbe Stunde einzuplanen, um vom Einlass unten im Gebäude bis ganz nach oben auf die Aussichtsplattform zu kommen. Das Gebäude ist recht beengt, der Andrang groß und es zieht sich dadurch alles ein bisschen.

Rockefeller Center

Aber, ganz klar, es lohnt sich! Geht unbedingt auf die oberste der drei Aussichtsplattformen, denn dort seid ihr im Freien, habt nur ein niedriges Geländer vor euch und könnt dadurch die besten Fotos machen! Für uns war die Zeit auf dem Rockefeller Center an unserem letzten Abend in der Stadt auf jeden Fall ein würdiger Abschluss unserer New York-Reise und wir werden wohl noch lange daran denken 🙂

Rockefeller Center

Museum of Modern Art – abwechslungsreiche Kunstwerke von Weltrang

In fast jedem Urlaub ist er unvermeidlich: der eine Regentag. (Zum Glück hatten wir wirklich nur einen. Den aber richtig.) Und was fällt uns dazu ein? Natürlich, ganz naheliegend – ein Museumsbesuch. An Museen mangelt es in New York und speziell in Midtown Manhattan ja nun nicht gerade, so dass wir die Qual der Wahl haben. Doch schließlich entscheiden wir uns für den reinen Kunstgenuss und damit für das Museum of Modern Art. In dem Gebäudekomplex zwischen Fifth und Sixth Avenue finden sich auf sechs Etagen zahlreiche Kunstwerke von Weltrang.

MoMA

In der oberen Etage erwarten uns Gemälde ab dem Impressionismus (Monet, Cezanne, Gauguin…) bis hin zur Postmoderne. Highlights waren für mich sicherlich die „Sternennacht“ von Vincent van Gogh und „Die Beständigkeit der Erinnerung“ (auch bekannt als „Die zerfließenden Uhren“) von Salvador Dalí. Spannend fand ich, dass sich das Museum nicht nur der Malerei widmet, sondern in den unteren Etagen bei den Werken aus den vergangenen Jahrzehnten auch zahlreiche Skulpturen, Installationen, Filme, Möbelstücke, ja sogar Autos zu sehen sind. Daneben bietet das Museum auch einige Sonderausstellungen zeitgenössischer Künstler.

MoMA

Wenn man alles sehen will, ist man also gut und gerne einen Tag beschäftigt… und anschließend ordentlich pflastermüde! Der Eintritt ist hier mit 25 Dollar pro Person nicht gerade günstig, aber den Kunstwerken von Weltrang angemessen. Trotzdem wir an einem Regentag kamen und das Museum gut besucht war, mussten wir an der Kasse nicht lange warten. Tickets vorzubuchen ist also nicht notwendig.

MoMA

UNO-Gebäude – ein Blick hinter die Kulissen der Macht

Mitten während unseres New York-Aufenthalts sahen wir uns plötzlich genötigt, aus den USA auszureisen – wenn auch nur temporär für rund zwei Stunden! Grund war unser Besuch im Gebäude der Vereinten Nationen, denn dieses befindet sich zwar geografisch in New York, politisch jedoch nicht in den USA, sondern auf extraterritorialem Gebiet. Und ja, wer will, kann einen Einreisestempel in seinen Pass bekommen 😉 Auch ein Postamt gibt es, von dem aus ihr eure Urlaubskarten mit gesonderten UNO-Briefmarken in alle Welt versenden könnt.

UNO

Aber wir waren nicht nur dieser Gimmicks wegen da, sondern um uns einen kleinen Einblick in die Arbeitsweise der UNO zu verschaffen. Diesen erhält man im Rahmen einer knapp einstündigen Tour. Während dieser wird zunächst die Arbeitsweise der UNO erläutert und anschließend darf man tatsächlich einen Blick in die Bereiche werfen, die man sonst nur aus dem Fernsehen kennt, nämlich z.B. die Räumlichkeiten der UNO-Generalversammlung und des Sicherheitsrates. Es war für mich wirklich beeindruckend, einmal selbst hier zu sein und ich fand die Führung äußerst informativ.

UNO

Die Führungen werden in der sitzungsfreien Zeit halbstündlich in Englisch angeboten, bei Bedarf nach Voranmeldung auch in anderen Sprachen, darunter Deutsch. Auch für die englischsprachige Führung empfehle ich, sich vorab anzumelden. Außerdem solltet ihr vorher etwas Zeit einplanen (ca. 30 – 45 Minuten), da ihr euch vor Betreten des Geländes zunächst im Visitor Service Center akkreditieren und anschließend einer flughafenartigen Sicherheitskontrolle unterziehen müsst.

Central Park – die grüne Oase, die wir so dringend nötig hatten…

Midtown Manhattan – das sind nicht nur Wolkenkratzer, Politik & Show, Kunst & Kommerz. In diesem Stadtteil liegt auch die grüne Lunge von New York, der Central Park. Als wir nach bereits sieben Tagen New York eine kleine Auszeit bitter nötig hatten und das Wetter auch noch herrlich sonnig war, gönnten wir uns einige Stunden Pause im Park. Der Kontrast ist wirklich atemberaubend – hier grüne Wiesen, Bäume, kleine und größere Seen und unmittelbar dahinter die Hochhäuser von Midtown Manhattan. Wahnsinn!

Im Park gibt es unheimlich viel zu sehen: Vom John-Lennon-Memorial bei den berühmten Strawberry Fields über Seen und Brücken bis hin zu Amphitheatern und dem Central Park Zoo. Doch die eigentliche Sehenswürdigkeit ist meiner Meinung nach vor allem das Leben im Park! Auch hier wuselt alles durcheinander, klar, wir sind schließlich immer noch in New York. Fahrradfahrer, Massen von Joggern, spielende Kinder… und nicht zu vergessen natürlich die tierischen Parkbewohner, d.h. vor allem Vögel, Eichhörnchen, Ratten und Mäuse, die einem auch an jeder Ecke begegnen. Die Hoffnung, dass es im Central Park ruhig ist, erfüllt sich daher vorerst nicht – doch es gibt jede Menge zu sehen und zu bestaunen, was auf jeden Fall dafür entschädigt!

Und wer sich ein wenig weiter in die Mitte des Parks oder nach Norden Richtung Harlem bewegt, der findet vielleicht auch irgendwann ein ruhigeres Fleckchen – so auch wir zu Sonnenuntergang bei The Lake in der Nähe der berühmten Bowbridge. Für den Central Park sollte man unbedingt mehrere Stunden einplanen. Wer die Zeit hat, kann hier auch einen ganzen Tag investieren und hat garantiert noch längst nicht alles gesehen. Wenn ihr weitere Strecken zurücklegen und einen möglichst vollständigen Eindruck vom Park bekommen wollt, seid ihr sicher gut damit beraten, euch ein Fahrrad auszuleihen.

Damit sind wir am Ende meines kleinen Rundgangs durch Midtown Manhattan, des wohl „new-yorkischsten“ Teils von New York, angelangt und ich hoffe, es hat euch gefallen! Nun folgt nur noch ein Teil meiner Reihe, in dem ich euch ausführlich meine Eindrücke vom Essen in New York schildern und viele Restaurant-Tipps geben werde 🙂

Hier findet ihr die schon veröffentlichten Artikel meiner New York-Reihe:

[New York, Teil 1] Flugzeugessen
[New York, Teil 2] Travelguide für Downtown Manhattan
[New York, Teil 3] Travelguide für East Village, Greenwich Village & Meatpacking District
[New York, Teil 5] Restaurantguide & Fooddiary

2 Kommentare
Jetzt liken!
Letzter: Pistazien-Pflaumenmus-PlätzchenNächster: Möhren-Mango-Suppe mit Garnelen

Das könnte dich auch interessieren

Kommentare

  • Kirsten

    15. Dezember 2016 at 19:21
    antworten

    Liebe Isabelle,schön, dass ich mit meinem Artikel an deine sicher tollen Urlaubserinnerungen anknüpfen konnte :-) Ich war auch absolut begeistert von New York und auch, […] weiterlesenLiebe Isabelle,schön, dass ich mit meinem Artikel an deine sicher tollen Urlaubserinnerungen anknüpfen konnte :-) Ich war auch absolut begeistert von New York und auch, wenn wir jetzt schon über zwei Monate wieder zurück sind, bin ich immer noch damit beschäftigt, die vielen Eindrücke zu verarbeiten... Wahnsinn!Viele Grüße,Kirsten zusammenfassen

  • Isabelle

    12. Dezember 2016 at 7:52
    antworten

    Oh ich war im Sommer in New York und es war so schön <3 Viele der Punkte, an denen du warst, habe ich auch besucht. […] weiterlesenOh ich war im Sommer in New York und es war so schön <3 Viele der Punkte, an denen du warst, habe ich auch besucht. Eine traumhafte Stadt, oder? Viele Grüße, Isabelle zusammenfassen

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Hier bloggt Kirsten
Kirsten

Herzlich willkommen bei Sugar & Spice! Hier blogge ich über meine neuesten Lieblingsrezepte, kulinarischen Erlebnisse und meine Reisen. Viel Spaß beim Stöbern!

Mehr über mich
Folge mir auf Facebook
Neuste Beiträge