[New York, Teil 5] Restaurantguide & Fooddiary

Nun habe ich euch in den letzten knapp zwei Monaten so viel über New York erzählt, nur über einen sehr wichtigen Punkt haben wir bisher kaum gesprochen: über das Essen! Zeit, das jetzt nachzuholen – denn darauf, euch von diesem Aspekt unserer Reise zu erzählen, freue ich mich am allermeisten 🙂 Als absolute Weltstadt und Schmelztiegel unterschiedlichster Kulturen ist New York natürlich auch an der kulinarischen Front unglaublich bunt. Ich glaube, es gibt fast keine Küche und keine Ernährungsweise der Welt, der man in New York nicht fröhnen kann. Bei unserer Reise lag der Fokus (bis auf einige Ausnahmen) jedoch ganz klar darauf, typische New Yorker Spezialitäten und die Klassiker der amerikanischen Küche zu probieren – und das haben wir reichlich getan!

Heute möchte ich euch vorstellen, wo wir in New York gegessen und was wir probiert haben, und euch damit auch viele Tipps für einen New York-Aufenthalt mit an die Hand geben. Dieser Artikel ist ziemlich Fast Food-lastig, denn Fast Food ist in New York nicht nur allgegenwärtig, sondern auch ein nicht zu vernachlässigender Bestandteil der amerikanischen (Ess-)Kultur. Daher haben wir in New York ein bisschen über Kalorien und Prinzipien gesunder Ernährung hinweg gesehen und wirklich ordentlich geschlemmt. Ab und an ist gegen einen handwerklich gut gemachten Burger o.ä. ja auch gar nichts einzuwenden, so lange er nicht zur täglichen Gewohnheit (auch außerhalb des Urlaubs) wird 😉 Hier sind sie nun, meine kulinarischen Tipps für eine New York-Reise:

1) Typisch New York

a. Katz’s Deli

Über Katz’s Deli habe ich bereits recht ausführlich in meinem Travelguide zu East Village, Greenwich Village und Meatpacking District berichtet. Katz’s ist einer der ältesten jüdischen Feinkostläden der Stadt und eine New Yorker Institution schlechthin! Auch wenn der Laden inzwischen von vielen Touristen besucht wird, besinnt man sich bei den kulinarischen Spezialitäten nach wie vor auf die alten Traditionen. Und das bedeutet: Blintzes, Knish, Latkes, Nudelkugel, Matzo Ball Soup und andere Klassiker der jüdischen Küche.

Daneben ist Katz’s für seine Fleisch- und Wurstspezialitäten, vor allem Pastrami, Corned Beef und harte Salami, berühmt. Aus diesen Zutaten entstehen zusammen mit Sauerkraut, Käse und verschiedenen Saucen im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubende Sandwiches. Grundsätzlich absolut köstlich, doch Vorsicht: Die mächtigen Sandwiches sind mit bis zu 300 Gramm Fleisch belegt und haben es wirklich in sich! Ein ganzes Sandwich könnte gerade für nicht ganz so starke Esser zu viel sein. Tipp: Teilt euch ein Sandwich oder bestellt das Menü mit einer Matzo Ball- oder Nudelsuppe und einem halben Sandwich, das dürfte besser zu bewältigen sein 😉

b. Lexington Candy Shop

Ähnlich wie Katz’s ist auch der Lexington Candy Shop an der Upper East Side, gegründet 1925, eine echte New Yorker Institution. Und nein, auch wenn der Name es vermuten lässt – es handelt sich nicht um ein Geschäft für Süßwaren, sondern um ein klassisches, alteingesessenes New Yorker Diner. Es sieht darin genau so aus, wie man Diner aus amerikanischen Filmen oder Serien kennt, und alles wirkt so, als wäre hier spätestens in den 50er Jahren die Zeit stehen geblieben. Die Bedienung ist flink, herzlich und hat immer einen lockeren Spruch auf den Lippen.

Auf der Speisekarte stehen Diner-Klassiker wie Pancakes, Omelettes, Grilled Cheeses, Sandwiches, Burger, Milchshakes, aber auch Kuchen, Torten und Desserts. Wir waren an einem Regentag da und hatten keine Eile, wieder nach draußen zu kommen, daher haben wir uns munter durch die Karte probiert. Getestet haben wir: die Blueberry Pancakes mit Butter und Ahornsirup, das Omelette mit Cheddar, das Grilled Cheese Sandwich und den Schoko-Milchshake. Ein älterer Herr am Nebentisch, der nach eigenen Aussagen schon seit Jahrzehnten in den Lexington Candy Shop kommt, empfahl uns außerdem noch den Coconut Cake, doch ein Stück des gut und gerne 10 Zentimeter hohen Kuchens passte dann beim besten Willen nicht mehr rein 😉 Alles, was wir probiert haben, hat uns vorzüglich geschmeckt – wer auf ein bisschen (kulinarische) Nostalgie steht, sollte sich den Lexington Candy Shop also nicht entgehen lassen.

c. La Bagel Delight Dumbo

Wer an New Yorker Spezialitäten denkt, der denkt automatisch an Bagels, oder? Die fluffigen Hefeteigkringel dürfen bei einem typischen New Yorker Frühstück jedenfalls nicht fehlen! Klar, dass auch wir uns auf die Suche nach leckeren Bagels gemacht haben. Ein empfehlenswerter Laden ist La Bagel Delight, der sich im Viertel Dumbo (Down under the Manhattan Bridge Overpass) in Brooklyn befindet. In dem typischen Bagelshop gibt es nicht etwa nur eine Sorte Bagel, die dann klassisch mit Frischkäse und Räucherlachs belegt wird – nein, hier hat man die Qual der Wahl!

Ungefähr 15 verschiedene Sorten Bagels werden hier kontinuierlich frisch produziert, darunter z.B. Mohn, Sesam, Vollkorn, aber auch Herzhaftes wie Onion & Garlic oder Süßes wie etwa Bagel mit Orange und Rosinen. Auch die Frischkäse-Sorten, von denen es ca. 20 herzhafte und süße Varianten gibt, sind hausgemacht. Insgesamt zählt man auf den Schildern an den Wänden über 100 verschiedene Varianten, wie man sich seine Bagels belegen lassen kann. Wir entschieden uns neben dem Klassiker mit Creamcheese und Lachs noch für einen Mister Bagel (Spiegelei, Bacon, Schinken und Käse auf Onion-Garlic-Bagel, sehr würzig und lecker!). Außerdem haben wir die Zitronen-Joghurt-Muffins probiert. Aber Achtung, auch hier sind die Portionen sehr groß – je ein Bagel und ein Muffin haben uns tatsächlich einen ganzen Tag lang satt gemacht 😉

Im La Bagel Delight kann man übrigens nicht im Laden essen. Bei schönem Wetter macht das aber gar nichts, denn nach wenigen Schritten gelangt ihr zum Brooklyn Bridge Park am Ufer des East River und könnt eure Bagels mit herrlichem Skyline-Blick verzehren. Bei schlechtem Wetter empfehle ich euch, lieber einen anderen Bagelshop mit Sitzplätzen zu besuchen.

d. Magnolia Bakery

Wohl die bekannteste Bäckerei New Yorks – nicht nur bei Sex and the City-Fans! Die Magnolia Bakery hat mehrere Filialen in Manhattan, u.a. in der Grand Central Station, Penn Station, im Rockefeller Center und im Bloomingdale’s. In der Magnolia Bakery entstehen aus Butter, Zucker, Sahne & Co. kleine (und gehaltvolle) Meisterwerke. Die Törtchen, Cupcakes, Muffins, etc. sind so schön anzusehen, dass man sich kaum traut, sie zu essen. Schön ist, dass man den Zuckerbäckern über die Schulter schauen kann, während sie z.B. die Cupcakes dekorieren – absolut faszinierend!

Wir haben den Lime Cheesecake, Red Velvet Cheesecake, die Coconut Cupcakes und die Brownies probiert und alles hat absolut dekadent und fantastisch geschmeckt! Es ist allerdings alles sehr sehr süß, doch wer ein absoluter Süßschnabel ist, wird es sicher mögen (alle anderen sollten es bei einem Stück Kuchen oder einem Cupcake belassen und zur Sicherheit vielleicht eine Salami von Katz’s in der Tasche haben ;-)). Ich empfehle die Magnolia Bakery auf jeden Fall, würde euch aber raten, einen Besuch eher an den Anfang eines New York-Trips zu legen – nach mehreren Tagen im Big Apple mit ungesundem Essen habt ihr möglicherweise sonst wie wir das Problem, dass ihr mit dem „Zuckerschock“ nicht mehr so gut klar kommt…

2) Fast Food-Klassiker

a. Smokey Burger

Hierbei handelt es sich eher um „Slow Fast Food“, denn Smokey Burger ist keine Kette, sondern ein rustikales kleines Burger-Restaurant, wo die Burger handgemacht sind und ausschließlich aus Bio-Zutaten bestehen, die nach Möglichkeit aus der Region kommen. Obwohl der Laden nur zwei Ecken vom Times Square entfernt liegt, walzen hier keine Touristenströme vorbei und es ist angenehm ruhig. Neben klassischen Hamburgern und Cheeseburgern bietet Smokey Burger auch Kreationen aus Elch-, Bison-, Wild- oder Entenfleisch, aus Fisch und Meeresfrüchten, sowie zwei vegetarische Burger an.

Wir haben den Mighty Bison Deluxe (Bisonpatty, Käse, Chipotle-Sauce, Avocado, karamellisierte Zwiebeln, gegrillte Paprika und Jalapeños) und den Young, Wild and Free (Lachspatty, karamellisierte Zwiebeln, Mango und Limetten-Aioli) probiert – klingen diese Zusammenstellungen nicht toll? Wir fanden es absolut außergewöhnlich und sehr, sehr lecker! Zu den Burgern gibt es Pommes, Pommes mit Käsesauce, Süßkartoffelpommes, Zwiebelringe, Coleslaw oder grünen Salat. Bei den Getränken sind die hausgemachten Root Sodas, vor allem das scharfe Ginger Brew und das fruchtige Blueberry Soda, sehr zu empfehlen. Daumen hoch, toller Laden!

b. Shake Shack

Shake Shack ist in den USA momentan DER angesagte Burgerladen und hat zahlreiche Filialen in New York. So einfach ist es jedoch gar nicht, dort essen zu gehen, denn die Schlangen sind mega-lang! In den Filialen in Manhattan ist es keine Seltenheit, dass man eine halbe Stunde oder noch länger vor der Tür warten und anschließend noch einmal mindestens ebenso lange drinnen anstehen muss… nicht so unser Ding. Wir dachten daher schon, dass wir unseren New York-Besuch ohne ein Essen bei Shake Shack verbringen würden – bis wir auf die weniger stark frequentierten Filialen in Brooklyn gestoßen sind. Unser Tipp also: Wenn ihr unbedingt bei Shake Shack essen wollt, dann probiert es nicht in Manhattan, sondern in einem anderen Stadtteil.

Was uns nun zu der Frage führt: Muss man denn bei Shake Shack essen? Unser Fazit fällt – für eine Burgerkette – insgesamt ziemlich gut aus. Die Burger (von denen es nur vier Stück gibt – Hamburger, Cheeseburger, Chickenburger, Vegetarian) schmecken gut. Sie sind auf jeden Fall besser als die Konkurrenz von McDonald’s, Burger King & Co., können aber nicht mit einem individuellen Handmade Burger wie z.B. bei Smokey Burger mithalten. Richtig, richtig lecker sind die Cheese Fries! Sie haben mir sogar besser geschmeckt als die von Smokey Burger, weil sie noch richtig kross und nicht zu sehr von der Käsesauce durchgeweicht waren. Trotzdem – eine Stunde warten würde ich dafür nicht. Wenn ihr aber eine nicht so stark frequentierte Filiale findet, probiert es ruhig mal aus.

c. Taco Bell

Noch eine Fast Food-Kette mit Kultstatus, die es in Deutschland nicht gibt. Taco Bell konzentriert sich auf die mexikanische Küche und serviert Tacos, Tortillas, Burritos, Quesadillas, Nachos & Co. In Manhattan gibt es ein paar Filialen, jedoch gar nicht so viele (verglichen mit Ketten wie z.B. Dunkin‘ Donuts, die an jeder Ecke zu finden sind). Rund um unser Apartment in New Jersey war Taco Bell stärker vertreten.

Wenn ihr das erste Mal bei Taco Bell seid, wird euch die Auswahl und die schiere Masse an Kombinationsmöglichkeiten wahrscheinlich ziemlich erschlagen. Daher eine kleine Empfehlung für alle, die gerne Käse mögen: Probiert den Cheesy Gordita Crunch (dazu wird ein knuspriger in einen weichen Taco gesetzt, zwischen den beiden Taco-Schichten befindet sich geschmolzener Käse, das „Innenleben“ besteht aus Hackfleisch, Salat und Saucen) und/oder den Quesarito (Burrito mit Hackfleisch, Reis, flüssigem Käse und Sour Cream gefüllt). Einer von beiden reicht bei normalem Hunger, wer großen Hunger hat, schafft auch beide. Aber Vorsicht: Es gibt jede Menge Witze darüber, wie sich Essen bei Taco Bell auf eure Verdauung auswirkt – und sie sind leider nicht völlig aus der Luft gegriffen. So, don’t blame me…

d. Sbarro

Sbarro ist eine italienische Pizza- und Pasta-Kette, die 1956 gegründet wurde und mittlerweile über mehr als 800 Filialen weltweit verfügt. Dort findet man Pizza „by the slice“, in den USA beliebte Nudelgerichte (z.B. Baked Ziti = Nudelauflauf mit Tomatensauce und Mozzarella oder Spaghetti mit Tomatensauce und Fleischbällchen) und auch ein Buffet mit verschiedenen Nudelsorten, Aufläufen, Antipasti, etc., wo man sich einen Teller füllen lassen kann und anschließend nach Gewicht bezahlt.

Der Pizzateig wird jeden Tag in jeder Filiale frisch von Hand zubereitet und auch Tomatensauce und Mozzarella sind hausgemacht – und das schmeckt man auch. Die Pizza war schön dünn und knusprig, gut und ausreichend belegt und hat richtig lecker geschmeckt – wirklich so, wie eine Pizza für mich sein muss! Neben der dünnen NY Style Pizza gibt es auch die dickere und fluffigere „sizilianische Pizza“. Sbarro ist für eine kurze Pause und einen Snack zwischendurch beim Sightseeing auf jeden Fall geeignet.

e. GRK Fresh Greek

GRK Fresh Greek ist eine kleine griechische Fast Food-Kette mit insgesamt vier Filialen, davon drei in Manhattan (Financial District, Flatiron District und Midtown East) sowie einer in Washington, D.C. Von der Einrichtung, dem gesamten Stil und Konzept her erinnert der Laden etwas an ein Vapiano, also eine etwas „gehobenere“ Fast Food-Location, nur eben mit griechischem Essen. Zur Auswahl steht zum einen Kebab, wobei man wählen kann, welche Fleischsorte man möchte (Huhn oder Lamm), ob es auf dem Teller oder im Pitabrot serviert werden soll, welche Tzatziki und welche Beilagen man möchte.

Außerdem gibt es Salat (griechischen Bauernsalat und Linsensalat), Suppen (Linsensuppe und Hühnersuppe mit Zitrone), Reisnudelauflauf mit Tomatensauce und Feta (vegetarisch), griechischen Joghurt und Frozen Yoghurt. Wir haben den Lamm-Kebab mit Pommes, Salat und Tzatziki sowie den Reisnudelauflauf probiert und waren sehr zufrieden. Durchaus für ein Essen zwischendurch geeignet, vor allem, wenn man mal auf der Suche nach einer vegetarischen Option, Suppe oder Salate ist!

3) Hochwertig & gesund

a.) Fresh & Co.

Wenn ihr euch in New York gesund, nährstoffreich und vielleicht auch vegetarisch, vegan oder glutenfrei ernähren möchtet, ist Fresh & Co. eine gute Adresse. In den ca. 20 Filialen in Manhattan gibt es gesundes Frühstück (z.B. Pancakes, Quinoa-Bowls, Bagels, Müsli), Salate, Grain Bowls (Vollkornreis oder Quinoa mit vielfältigen, leckeren Toppings), Sandwiches, Wraps, Suppen, gesunde Desserts, Säfte und Smoothies. Wir haben den Kale Ceasar Salad (mit Grünkohl, Tomaten, Hähnchen, Croûtons, Parmesan und Ceasar-Dressing) und den Falafel Salad (mit Grünkohl, Gurken, Tomaten, Kichererbsen, Falafel, Tahini- und Chili-Dressing) probiert, außerdem eine Suppe, ein Sandwich und den Rote-Bete-Karotten-Smoothie.

Alles war sehr frisch und lecker und hat uns mit den Vitaminen versorgt, die wir nach mehreren Tagen ungesunden Essens so dringend brauchten. Bei der nächsten New York-Reise würde ich regelmäßig (jeden zweiten Tag oder so) hier oder in einem vergleichbaren Lokal essen und so versuchen, den Fast Food-Overkill zu vermeiden ^^ Einziges Manko: Auch wenn man im Laden isst, werden die Speisen so in Plastik eingepackt, als ob man sie mitnehmen wolle. Ich war davon etwas irritiert (zumal in einem Laden, der sich gesundem und saisonalem Essen verschrieben hat, da ist der gedankliche Schritt zur Nachhaltigkeit ja nicht mehr weit) – so seien halt die Vorschriften, sagte mir die Mitarbeiterin… 🙁

b.) Union Square Greenmarket

Auch hierüber habe ich in meinem Travelguide zu East Village, Greenwich Village und dem Meatpacking District schon geschrieben. Der Union Square Greenmarket ist einer der größten und schönsten Farmers‘ Markets (Bauernmärkte) von NYC, und ein Bummel lohnt sich für alle, die sich für gesundes, gutes, regionales und saisonales Essen interessieren (oder schöne Streetfotografie-Shots machen möchten).

Auf dem Markt kann man vor allem Obst und Gemüse kaufen, es gibt aber auch Stände mit Fleisch und Wurst, Käse, Marmelade, Honig, Brot und Gebäck, Säften, Kräutern oder Pflanzen. Wer hier einkaufen möchte, sollte jedoch beachten, dass die zweifelsohne tollen Lebensmittel in der Regel (wie häufig in New York bzw. den USA) auch ziemlich ordentliche Preise haben… Der Markt findet montags, mittwochs, freitags und samstags von 8 – 18 Uhr statt, samstags gibt es wohl das größte Angebot (wir waren aber an einem Mittwoch da und auch da hat sich der Bummel gelohnt).

c. Dean & DeLuca

Dean & DeLuca ist einer der besten Feinkostläden in New York mit mehreren Filialen. Neben ausgefallenen und exotischen Obst- und Gemüsesorten findet man dort z.B. eine große Käsetheke, edelstes Fleisch und Fisch, eine Sushi-Bar, eine riesige Auswahl an Gewürzen, Ölen, Essigen, Marmeladen, Aufstrichen, Chutneys, Gebäck, aber natürlich auch Weine, Spirituosen, Tees, Kaffeebohnen, etc. – also alles, was das Genießerherz begehrt! Unbedingt mal durchbummeln, auch wenn ihr nur schauen und staunen wollt.

Bei einigen Sachen lohnt sich der Einkauf auch, weil das Preis-Leistungs-Verhältnis wirklich vorteilhaft ist (z.B. bei lateinamerikanischen Gewürzen, die in den USA meist günstiger sind, als wenn man sie in Europa online bestellt) oder weil es die Sachen hier nicht ohne Weiteres gibt (z.B. Produkte aus den berühmten Meyer Lemons). Ich habe mir als Andenken geräucherte Salzflocken, Meyer Lemon Curd und Feigen-Balsamico-Chutney mitgenommen.

Fazit*

Das war meine kulinarische Tour durch New York und ich hoffe, sie hat euch gefallen! Insgesamt muss ich sagen, dass ich das Essen in New York zunächst sehr genossen habe – es kam dann aber der Punkt, wo es mir zu viel wurde. Zu viel Fleisch, zu viel Fast Food, zu viel Fettiges, zu viel Süßes – zu viel von allem einfach. Natürlich, werdet ihr sagen, das ist ja kein Wunder, wenn man sich ein paar Tage lang so ernährt – aber muss man ja nicht machen. Recht habt ihr, einerseits – denn natürlich gibt es mit Läden wie Fresh & Co. und vielen anderen genug Möglichkeiten, auch anders zu essen. New York ist schließlich eine Weltmetropole und bietet, wie ich eingangs schon geschrieben habe, kulinarisch einfach alles.

Aber ich muss tatsächlich sagen, dass es gar nicht so einfach war, sich unkompliziert und einigermaßen preisbewusst gesund zu ernähren. Und damit meine ich nicht, dass ich auf jeden Cent gucke – das tue ich beim Thema Ernährung nicht und gutes Essen ist es mir auch wert. Aber in New York standen die Preise für riesige Mengen Fast Food und für sehr kleine Mengen gesunden Essens oft in einem wirklich krassen Missverhältnis. Das hatte ich in diesem Maß nicht erwartet.

Dennoch, mit ein bisschen Planung, Überlegung und Recherche ist es natürlich gut möglich, sich in NYC gesund, ausgewogen und bei Bedarf auch vegetarisch oder vegan zu ernähren. Beim nächsten Mal würde ich da auch einiges etwas anders organisieren 😉 Auf jeden Fall hat mir der „American Way of Life“ sehr zu denken gegeben und dazu geführt, dass ich seit unserer Rückkehr auch zuhause (ganz unbewusst und selbstverständlich) noch mehr auf gesunde Ernährung achte, darauf, Dinge möglichst selbst zu machen, etc. Aber das ist ja auch das Schöne am Reisen, es bildet, hilft uns, über den Tellerrand zu schauen und uns selbst zu reflektieren!

Damit bin ich nun zwar am Ende meiner New York-Berichterstattung angelangt, freue mich aber dafür schon sehr auf die nächste Reise, die in Kürze bei uns ansteht 🙂

Hier findet ihr alle Artikel meiner New York-Reihe:

[New York, Teil 1] Flugzeugessen
[New York, Teil 2] Travelguide für Downtown Manhattan
[New York, Teil 3] Travelguide für East Village, Greenwich Village & Meatpacking District

[New York, Teil 4] Travelguide für Midtown Manhattan

*Die Bilder in diesem Abschnitt stammen aus einem lateinamerikanischen Supermarkt in der Nähe unseres Apartments in West New York, New Jersey.

**Die Restauranttipps beruhen ausschließlich auf unseren persönlichen Erfahrungen und sind nicht von den Restaurants gesponsert oder beeinflusst worden.

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