Orange Fire Chicken

Zurzeit geht es in meiner Küche recht ruhig zu – unter der Woche bleibt aufgrund der vielen Arbeit und diverser Freizeitaktivitäten meist nur Zeit für schnelle und unkomplizierte Gerichte, für die man kaum ein Rezept benötigt, und an den Wochenenden bin ich im Moment sehr viel unterwegs. Gar nicht so einfach, dabei das Bloggen nicht zu vernachlässigen. Zum Glück habe ich noch einige Rezepte aus den letzten Monaten in Petto, so dass es hier hoffentlich nicht allzu ruhig wird 🙂

Heute habe ich für euch das ideale Rezept, wenn es darum geht, Besuch zu verköstigen mit einem interessanten Gericht, dass jedoch so wenig Mühe macht, dass man garantiert nicht in Stress gerät und noch genügend Zeit und Muße hat, um ggf. Vorspeise und Dessert zuzubereiten. Denn beim Orange Fire Chicken kommt das Hähnchenfleisch einfach mit unzähligen Gewürzen und jeder Menge Weißwein in einen Topf, gart darin zugedeckt zwei Stunden und dann noch mal offen bei großer Hitze, um den Großteil der Flüssigkeit verkochen zu lassen. Ein Gericht, bei dem mein Papa sich sicher wäre, dass es nicht funktionieren kann, und auch ich war anfangs skeptisch, wurde mir zuhause doch immer beigebracht, dass man Fleisch IMMER anzubraten hat, bevor man irgendetwas anderes damit tut, da es sonst einfach nicht schmecken würde. Ich gebe zu, in den meisten Fällen ist das korrekt, dieses Rezept zeigt aber, dass es auch anders geht – belohnt wird man mit wunderbar zartem, mürbem und sehr geschmacksintensivem Hähnchenfleisch.

Orange Fire Chicken

Macht euch keine Sorgen, wenn es so aussieht, als ob das alles viel zu viel Flüssigkeit wäre. Beim Einkochen am Ende reduziert sich diese innerhalb von ca. 15 Min. zusehends und das Fleisch saugt sich mit köstlichem Weißwein-Orangen-Aroma voll. Man muss sogar aufpassen, dass man nicht zuviel Flüssigkeit verkochen lässt (bei mir war es am Ende fast einen Tick zu trocken). Alles in allem also ein super-leckeres Gericht, das zwar etwas Zeit braucht, aber absolut keine Arbeit macht! Gefunden hab ich das Rezept übrigens in einer Magazin-Beilage der Süddeutschen Zeitung aus dem Jahr 2009 (ja, solange will ich das schon nachkochen!).  Dort wurden damals Gerichte aus der Google-Kantine vorgestellt, die ziemlich genau meinen Geschmack trafen – z.B. ein asiatischer Salat mit schwarzem Thai-Reis, den ich noch in Vor-Blog-Zeiten häufig zubereitet hab (könnte ich auch mal wieder machen…).

Rezept
für vier Personen


4 Hähnchenbrustfilets
Chilipulver
abgeriebene Schale von 1/2 Orange
3 EL Tomaten (aus der Dose)
1 EL Tomatenmark
1 Prise Zimt
450 ml trockener Weißwein
2 TL eingelegter Ingwer (Sushi-Ingwer, fein gehackt)
1 TL gemahlener Koriander
Paprikapulver
2 TL gerösteter Sesam
1 Lorbeerblatt
2 EL brauner Rohrzucker
1 TL Knoblauch, fein gehackt
4 EL Sojasauce
Salz, Pfeffer aus der Mühle
Petersilie, grob gehackt

Hähnchenbrustfilets waschen, trocken tupfen und würfeln. Fleisch mit Chilipulver, Orangenschale, Tomatenpüree, Tomatenmark und Zimt in einen Topf geben. Mit Weißwein aufgießen. Ingwer, Koriander, Paprika, Sesam, Lorbeer, Zucker, Knoblauch und Sojasauce zugeben und alles zum Kochen bringen.

Die Hitze auf ein Minimum reduzieren, die Mischung mit Salz und Pfeffer würzen und 1 3/4 Stunde bei kleiner Hitze zugedeckt köcheln lassen. Deckel abnehmen und unter Rühren auf höchster Stufe dickflüssig einkochen lassen (dabei aufpassen, dass nicht zuviel Sauce verkocht!). Mit Petersilie garniert zu Reis, Couscous oder Quinoa servieren.

Quelle
Süddeutsche Zeitung Magazin, Nr. 23 (5. Juni 2009)

2 Kommentare
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Kommentare

  • Kirsten

    22. März 2013 at 20:57
    antworten

    Hallo Marion,wie schön, dass Dir das Rezept auch so gut gefällt! Ich wünsche Dir viel Spaß beim Nachkochen und freu mich, wenn Du anschließend mal […] weiterlesenHallo Marion,wie schön, dass Dir das Rezept auch so gut gefällt! Ich wünsche Dir viel Spaß beim Nachkochen und freu mich, wenn Du anschließend mal berichtest, wie es Dir geschmeckt hat :-)Liebe Grüße,Kirsten zusammenfassen

  • aufgegabelt

    16. März 2013 at 18:06
    antworten

    Liebe Kirsten,dieses Rezept werde ich auf jeden Fall sehr bald nachkochen - ich LIEBE solche Sachen, die wenig Arbeit, aber viel hermachen! Werde dann berichten... […] weiterlesenLiebe Kirsten,dieses Rezept werde ich auf jeden Fall sehr bald nachkochen - ich LIEBE solche Sachen, die wenig Arbeit, aber viel hermachen! Werde dann berichten... :)LGMarion zusammenfassen

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