So dekadent ging es in meiner Küche noch nie zu…

Ok ich gebe zu, das ist ein etwas reißerischer Titel heute ;o) Aber es ist so: Was ihr da unten auf dem Foto seht, sind zunächst mal, auch wenn sie in etwa so aussehen, keine Gulasch-Würfel. Nein, es ist schon was Süßes. Aber nicht irgendwas. Sondern die krasseste Süßigkeit, die ich je hergestellt habe. Enthalten sind: eine Dose süße Kondensmilch, ein halbes Pfund Zucker, ein halbes Stück Butter sowie für den Geschmack ordentlich Schokolade, Ahornsirup und ein guter Schuss Whiskey. Jeder Bissen von diesen teuflischen Schokoladen-Whiskey-Fudges ist die pure Sünde und reicht, um die Süßigkeitenlust eines ganzen Tages zu befriedigen. Aber sie schmecken einfach so umwerfend gut und haben wahren Sucht-Charakter!

Ob ihr euch die Zubereitung dieses Teufelszeugs erlaubt, müsst ihr daher selbst entscheiden ;o) Am besten ihr macht es wie ich und verschenkt einen guten Teil, dann geht das schon in Ordnung 🙂 Die Fudges halten sich bei Zimmertemperatur einige Tage und im Kühlschrank aufbewahrt bis zu zwei Wochen – auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, dass es irgendjemand so lange aushält, bis alle weg sind… Am besten, man wickelt sie einzeln in Zellophan-Folie und gibt sie dann zur Aufbewahrung in eine Blechdose.

Rezept
für ca. 40-50 Stück


5-6 Tropfen Sonnenblumenöl
150 g Zartbitterschokolade (50-70% Kakao)
50 ml Bourbon-Whiskey
400 ml gesüßte Kondensmilch (z.B. Milchmädchen)
50 ml heller Sirup (Ahornsirup, Golden Syrup oder heller Zuckerrübensirup)
250 g Zucker (am allerbesten Muscovado)
1/4 TL feines Meersalz
100 g Butter

Eine Brownie-Backform oder eckige Auflaufform (20×20 cm) mit Backpapier auslegen und mit dem Sonnenblumenöl einpinseln. Die Schokolade fein hacken, den Whiskey abmessen und beiseite stellen.

Die Kondensmilch mit Sirup, Zucker, Salz und Butter in einen großen Topf geben und bei mittlerer Hitze langsam schmelzen lassen, dabei gelegentlich mit einem Gummispatel umrühren, da die Mischung sehr leicht am Boden ansetzt.

Sobald sich alles zu einer einheitlichen Masse verbunden hat und diese zu köcheln beginnt, Topfboden und -rand kontinuierlich mit dem Gummispatel abschaben. Nun die Masse bei mittlerer bis starker Hitze in 8-10 Minuten zu einem dicklichen Karamell einkochen lassen (umrühren nicht vergessen!).

Dann den Topf vom Herd nehmen und Schokolade und Whiskey zugeben. Nicht erschrecken, wenn es jetzt zunächst etwas brodelt und das Karamell eine seltsame Konsistenz aufweist – das gibt sich nach ausgiebigem Rühren und die Masse glänzt wieder schön und wird ganz glatt. Die Karamellmasse sofort in die vorbereitete Form füllen, glatt streichen und abkühlen lassen. Dann abgedeckt in 1-2 Stunden im Kühlschrank festwerden lassen.

Fudge aus der Form heben, Backpapier abziehen und den Fudge auf einem Küchenbrett mit einem großen Messer in kleine Würfel schneiden. Wer besonders glatte Schnittkanten möchte, sollte das Messer zwischendurch immer wieder säubern. Dann den Fudge am besten einzeln in Zellophan-Papier einwickeln und in einer luftdicht verschließbaren Dose lagern (es geht auch ohne Zellophan, dann zwischen die einzelnen Schichten Backpapier legen).

Quelle
Nicole Stich, Coco Lang: Geschenkideen aus der Küche

10 Kommentare
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Kommentare

  • Lemon

    28. September 2012 at 20:29
    antworten

    Lecker, lecker, lecker. Ich mag fudge, so hab' ich's noch nie gegessen, hört sich sehr lecker an.

    • Kirsten
      antwortet Lemon

      3. Oktober 2012 at 14:29
      antworten

      Hallo,ja es war wirklich unheimlich lecker :-) Die Variante mit Whiskey war für mich auch völlig neu, ist aber bis auf weiteres mein neuer Fudge-Favorit […] weiterlesenHallo,ja es war wirklich unheimlich lecker :-) Die Variante mit Whiskey war für mich auch völlig neu, ist aber bis auf weiteres mein neuer Fudge-Favorit :-)Liebe Grüße,Kirsten zusammenfassen

  • Maja Is Cooking

    24. September 2012 at 18:38
    antworten

    Die sehen wirklich lecker aus! Ich liebe sowieso alle Süsigkeiten mit ein wenig Alkohol, aber das muss ich machen. :)

    • Hallo Maja,vielen Dank, freut mich sehr :-) Ich bin bei Süßigkeiten mit Alkohol eigentlich eher skeptisch, zumal wenn sie Whiskey enthalten. Diese haben mir aber […] weiterlesenHallo Maja,vielen Dank, freut mich sehr :-) Ich bin bei Süßigkeiten mit Alkohol eigentlich eher skeptisch, zumal wenn sie Whiskey enthalten. Diese haben mir aber sehr gut geschmeckt und den Whiskey-Geschmack fand ich auch eher dezent.Liebe Grüße,Kirsten zusammenfassen

  • Christina

    22. September 2012 at 9:00
    antworten

    wooow, das sieht ja hammer aus! davon würde ich mir direkt ein oder zwei schnappen... :)

    • Kirsten
      antwortet Christina

      22. September 2012 at 13:53
      antworten

      Liebe Christina,ja diesem teuflischen Süßkram konnte hier bisher auch noch niemand widerstehen ;o) Wenn noch welche vorhanden wären, würde ich Dir gern ein paar Fudges […] weiterlesenLiebe Christina,ja diesem teuflischen Süßkram konnte hier bisher auch noch niemand widerstehen ;o) Wenn noch welche vorhanden wären, würde ich Dir gern ein paar Fudges "rüberreichen" :-)LG Kirsten zusammenfassen

  • heart cooks brain

    21. September 2012 at 20:36
    antworten

    Ahhhh geil, das muss ich AUCH machen, spätestens beim nächsten Spieleabend! Bei mir gabs vor ein paar Tagen Salted Caramel Shortbread, mit Zuckerkochen kenn ich […] weiterlesenAhhhh geil, das muss ich AUCH machen, spätestens beim nächsten Spieleabend! Bei mir gabs vor ein paar Tagen Salted Caramel Shortbread, mit Zuckerkochen kenn ich mich also schon aus. Manche Leute machen das ja nur mit Thermometer, aber ich halte das für die Warmduscher-Methode. Leider habe ich gerade wieder vergessen, wo es gesüßte Kondensmilch gibt. Sowas, wo man sich immer, wenn man es sieht, denkt "ah, hier gibts das, muss ich mir merken" und das trotzdem nie klappt. zusammenfassen

    • Kirsten
      antwortet heart cooks brain

      22. September 2012 at 13:51
      antworten

      Hehe, freut mich, dass die Fudges es Dir auch gleich angetan haben ;o) Dein Salted Caramel Shortbread klingt aber auch super-gut - bestimmt gibt es […] weiterlesenHehe, freut mich, dass die Fudges es Dir auch gleich angetan haben ;o) Dein Salted Caramel Shortbread klingt aber auch super-gut - bestimmt gibt es bald das Rezept in Deinem Blog? Das würde ich sicher auch mal ausprobieren :-)Ja bei dem Rezept für die Fudges stand auch dabei, dass man ein Zuckerthermometer verwenden kann und welche Temperatur der Zucker wann haben muss - es hat aber auch ohne ganz problemlos geklappt :-) Die gesüßte Kondensmilch steht bei uns im Supermarkt übrigens bei Kaffee und Kaffeesahne - ich hab aber auch erst bei den Dessert-Saucen gesucht ;o)LG Kirsten zusammenfassen

    • Hab mittlerweile Kondensmilch gefunden, jetzt kanns bald losgehen. Das Shortbread-Rezept ist im Blog! :)

    • Na dann viel Spaß beim Nachmachen - dafür nehme ich mir sicherlich mal das Shortbread vor :-)

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