Kartoffel-Kichererbsen-Curry

Currys mag ich sehr gerne. Wenn Gewürze im Wok langsam vor sich hin rösten, einen fantastischen Duft verbreiten und ihr Aroma dann bald an die anderen Zutaten abgeben werden, die danach in die Pfanne wandern… Dann macht mir kochen so richtig Spaß. Bisher habe ich mich im Herbst mit dem Curry-Kochen zurückgehalten, weil das Wetter doch noch nicht so richtig dran denken ließ. Als diese Woche mein Thermometer am Schlafzimmerfenster aber plötzlich nur noch 0,7 Grad anzeigte (okay, es war Nacht, aber trotzdem…!) habe ich beschlossen: Es ist wieder Curry-Zeit!

Das heutige Curry mag ich ganz besonders. Das Rezept dazu habe ich bei 101 cookbooks gefunden und etwas abgewandelt. Denn dort wird neben Kartoffeln Tempeh verwendet. Das bekomme ich hier nicht und habe mich daher für Kichererbsen entschieden, womit ich auch sehr zufrieden bin. Man könnte sich auch noch weitere Abwandlungen denken: Wer Tofu mag, könnte den statt den Kichererbsen verwenden. Auch Blumenkohl (anstelle der Kartoffeln oder der Kichererbsen) macht sich sicherlich gut. Oder oder oder…

Das Curry ist schon leicht scharf, aber eigentlich nicht zu sehr. Wer aber auf Schärfe empfindlich reagiert, sollte die Menge an Cayennepfeffer vielleicht etwas reduzieren. Ansonsten ein sehr schnell zu kochendes, gesundes und schön durchwärmendes Herbstessen, das inzwischen fest zu meinem Repertoire gehört.


Ach und noch eine Anmerkung zu den Fotos, falls das Curry darauf etwas trocken aussieht… Frisch gekocht war es gestern noch deutlich „sauciger“, aber (mangels Tageslicht) nicht schön zu fotografieren. Auf dem Foto seht ihr die Reste, die ich heute zum Mittagessen genossen habe ;o) Und auch wenn ich keine Ahnung hab, ob dieses Curry irgendwie asiatisch ist, tagge ich es ob der verwendeten Gewürze mal entsprechend… ;o)

Rezept
für drei Personen zum Sattessen

750g kleine Kartoffeln mit dünner Schale (z.B. Drillinge)
2 TL Meersalz
1 EL Butter
2 EL Olivenöl
1 Zwiebel
1 TL Kreuzkümmelsamen
1 TL Currypulver (Madras)
1/4 TL Kurkuma
1/2 TL Cayennepfeffer
1 Dose Tomatenstücke (400g)
1 EL Crème fraîche
1 Dose Kichererbsen (400g)
1/2 Bund Petersilie oder Koriander

Die Kartoffeln waschen, abbürsten und halbieren. In einem Topf in Salzwasser kochen, bis sie weich sind – je nach Größe der Kartoffeln ca. 20 bis 30 Minuten.

In der Zwischenzeit die Zwiebel schälen und fein hacken. Die Kichererbsen in ein Sieb geben, mit Wasser abspülen und abtropfen lassen. Petersilie oder Koriander waschen, trocken schütteln und fein hacken.

In einer großen Pfanne oder einem Wok die Butter im Olivenöl schmelzen lassen. Die Zwiebel zugeben und bei kleiner Hitze dünsten, bis sie weich ist (ca. 5 Minuten). Kreuzkümmel, Curry, Kurkuma und Cayennepfeffer zugeben, einrühren und etwa 30 Sekunden warten. Dann die Tomaten, 3-4 EL Wasser und einen TL Salz zugeben. Wer mag, kann das Ganze dann pürieren – dazu evtl. aus dem Wok in eine Schüssel füllen und nach dem Pürieren zurück in den Wok geben. (Pürierstablose wie ich lassen das einfach weg…)

Wenn das Curry wieder im Wok ist, Kichererbsen zugeben und alles zum Köcheln bringen. Ca. 5 Minuten lang bei kleiner Hitze köcheln lassen. Wenn die Kartoffeln weich sind, abgießen und zum Curry geben. Das Curry mit Petersilie oder Koriander bestreuen und servieren.

Quelle
abgewandelt nach 101 cookbooks

7 Kommentare
Ein Like
Letzter: Zum Trost eben eine Quiche Lorraine…Nächster: Nachgemacht: Knoblauch-Confit

Das könnte dich auch interessieren

Kommentare

  • Kirsten

    9. Februar 2013 at 14:26
    antworten

    Hallo Melanie,freut mich sehr, dass Du "dran geblieben" bist und dem Curry noch eine Chance gegeben hast! Ein schönes Beispiel, wie man durch ein bisschen […] weiterlesenHallo Melanie,freut mich sehr, dass Du "dran geblieben" bist und dem Curry noch eine Chance gegeben hast! Ein schönes Beispiel, wie man durch ein bisschen Rumprobieren ein fremdes Rezept zu seinem eigenen macht :-) Ich hab das Curry leider immer noch nicht noch mal gekocht, werde das aber bald mal nachholen. Sollte mir etwas Süße fehlen, dann hab ich ja jetzt den Geheimtipp von Dir ;-)LG Kirsten zusammenfassen

  • Melanie

    7. Februar 2013 at 12:52
    antworten

    soooo, gestern habe ich es also noch einmal versucht ;)ich habe hälftig passierte und frische Tomaten benutzt, für die Süße einen großzügigen Klecks Ketchup untergemischt […] weiterlesensoooo, gestern habe ich es also noch einmal versucht ;)ich habe hälftig passierte und frische Tomaten benutzt, für die Süße einen großzügigen Klecks Ketchup untergemischt und voilà, es war echt lecker!Liebe Grüße,Melanie zusammenfassen

  • Melanie

    5. Februar 2013 at 15:37
    antworten

    entschuldige die späte antwort :)heute werde ich es noch einmal probieren, diesesmal mit frischen tomaten und ein wenig Süße. Ich berichte dann wieder.Ich freue mich […] weiterlesenentschuldige die späte antwort :)heute werde ich es noch einmal probieren, diesesmal mit frischen tomaten und ein wenig Süße. Ich berichte dann wieder.Ich freue mich übrigens wahnsinnig auf dein Europa-Kochprojekt :) Da werde ich sicher das ein oder andere auch ausprobieren. Weiter so! zusammenfassen

  • Kirsten

    13. Januar 2013 at 17:44
    antworten

    Hallo Melanie,schön, dass Du das Rezept nachgekocht hat - und schade, dass es Deine Erwartungen nicht ganz erfüllt hat. Ich habe es noch nie mit […] weiterlesenHallo Melanie,schön, dass Du das Rezept nachgekocht hat - und schade, dass es Deine Erwartungen nicht ganz erfüllt hat. Ich habe es noch nie mit passierten Tomaten, sondern immer mit welchen aus der Dose zubereitet. Auch wenn ich mir kaum vorstellen kann, dass das einen großen Unterschied macht, werde ich bald mal mit passierten Tomaten probieren.Generell kann ich aber sagen, dass viele Gerichte mit Tomaten aufgrund der Säure der Tomaten ein wenig Süße als Ausgleich ganz gut vertragen. Das kann ein Löffel Zucker sein, aber wenn Du magst z.B. auch Honig, Ahornsirup oder ein anderes Süßungsmittel Deiner Wahl. Etwas davon kommt bei mir z.B. immer an Tomatensaucen oder -suppen. Bei diesem Gericht hab ich es zwar bisher noch nicht gebraucht, aber wenn es Dir zu sauer war, wäre das vielleicht eine Lösung...?Liebe Grüße,Kirsten zusammenfassen

  • Melanie

    11. Januar 2013 at 10:10
    antworten

    hallo :) ich habe gestern dein Kichererbsencurry ausprobiert und muss sagen, dass es zwar echt lecker war, aber sowohl mir, als auch meinem mann ein […] weiterlesenhallo :) ich habe gestern dein Kichererbsencurry ausprobiert und muss sagen, dass es zwar echt lecker war, aber sowohl mir, als auch meinem mann ein gutes bisschen zu sauer war. Ich habe passierte Tomaten benutzt und der tomatige Geschmack hat das gesamte Curryaroma geschluckt und es irgendwie sauer schmecken lassen. hast du da irgendeine idee? zusammenfassen

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.