Leckerer Sommersnack: Knoblauchbrot mit Salattatar

Gestern Abend hatte ich ein ganz besonderes kulinarisches Erlebnis: Ich war bei einer Freundin zum Kochen eingeladen und wir haben zusammen einen 1,7kg schweren Zander zubereitet und verspeist. Den Zander haben haben wir im Ganzen ganz klassisch mit Wurzelgemüse, Petersilie und jeder Menge Butter gefüllt, in Alufolie gewickelt und im Ofen gegart, dazu gab’s Salzkartoffeln. Wir waren echt aufgeregt, als wir den riesigen Fisch aus dem Ofen geholt haben, aber schon beim Öffnen der Folie zeigte sich: Alles perfekt, der Fisch war wunderbar gelungen. Schön saftig, kein bisschen trocken, einfach ein Gedicht und wohl der leckerste Fisch, an den ich mich bisher erinnere.

Leider habe ich vom Zander gerade kein Foto, weswegen ich heute einen weniger spektakulären, aber leckeren Sommersnack vorstelle: Knoblauchbrot mit Salattatar.

Bei diesem Gericht verbindet sich knuspriges, frisch geröstetes Brot mit selbstgemachter Knoblauchbutter (mit 8-10 Knoblauchzehen eine echte Knoblauchbombe!) und erfrischendem Salattatar, bestehend aus Paprika-, Tomaten-, Gurken- sowie Käsewürfelchen. Im Original-Rezept aus dem Vegetarian Basics kamen auch einige klein geschnittene Blätter Romana-Salat mit ins Tatar. Da wir Blattsalat aber nicht so gerne essen, habe ich die weggelassen und stattdessen den Anteil der anderen Zutaten etwas erhöht. Als Käse wurde im Rezept alter Gouda oder Ziegengouda genannt, ich habe ein noch vorhandenes Stück Appenzeller verarbeitet.

Insgesamt ein leckeres kleines Sommeressen. Einziges Manko: Die großen gerösteten Brotscheiben lassen sich relativ schwer beißen oder zerschneiden. Wen das stört, der kann auf in Scheiben geschnittens dünnes Baguette oder Weißbrot umsteigen, das dürfte besser klappen. So könnte man das Essen auch als kleine Vorspeise servieren.

Das Salattatar kann man übrigens auch gut vorbereiten und dann kurz vor dem Essen nur noch die Baguettescheiben mit der Knoblauchbutter backen.

Rezept
für zwei Personen zum Sattessen oder für vier als Snack

1/2 gelbe Paprika (bei mir: eine ganze)
1 Stück Salatgurke, etwa 150g (bei mir: eine ganze Gurke)
200g Tomaten (bei mir: etwa 300g)
6 Blätter Romanasalat (hab ich weggelassen)
150g alter Gouda oder Ziegengouda (bei mir: 250g Appenzeller)
2 TL Zitronensaft
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
1/2 Bagutte (bei mir ein kleines Spitzbaguette)
8-10 Knoblauchzehen
3 EL weiche Butter

Gemüse und ggf. Salatblätter waschen. Paprika halbieren, Kerne und Trennwände entfernen. Gurke schälen, längs aufschneiden, Kerne mit einem Teelöffel rauskratzen. Aus den Tomaten die Stielansätze rausschneiden (und ggf. die Tomaten entkernen, würde ich empfehlen), vom Salat ggf. welke Stellen abschneiden. Alles sehr klein würfeln und in eine Schüssel geben.

Käse entrinden, in kleine Würfel schneiden, zum Gemüse geben. Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer verrühren und dazu geben. Salattatar abschmecken und ggf. nachwürzen.

Backofen auf 220 Grad (Umluft 200 Grad) vorheizen. Baguette der Länge nach halbieren, Hälften je nach Größe noch ein- oder mehrmals quer teilen, nebeneinander auf das Backblech legen.

Knoblauch schälen und durch die Knoblauchpresse drücken. Butter und etwas Salz zugeben, alles gut verrühren. Auf den Baguettescheiben verstreichen.

Baguettescheiben in den Ofen (Mitte) schieben und etwa 5 Min. backen, bis sie knusprig sind. Herausnehmen und mit Salattatar belegen.

Quelle
Cornelia Schinharl, Sebastian Dickhaut: Vegetarian Basics

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