Sommerfreude: Ricotta-Torte mit Nektarinen

Ihr Lieben, ich kann es nicht leugnen, auch wenn ich es gern würde – es ist bereits merklich Spätsommer geworden. Das Wort Spätsommer mag ich ja total gerne, und im Kopf ruft es gleich Assoziationen hervor von tiefblauem Himmel und einem Kornfeld, dessen Ähren golden im Sonnenlicht schimmern und sich leicht im Wind wiegen. Ja, die Anzeichen sind deutlich, das Sonnenlicht hat seit einigen Tagen einen etwas anderen, wärmeren Farbton. Es wird zeitiger dunkel und wenn ich von der Arbeit komme, kann ich deswegen auf dem Balkon nicht mehr lesen (wobei ich zugeben muss, dass ich ein ausgesprochener Morgenmuffel bin und deswegen morgens erst spät zur Arbeit gehe). Jedes Jahr, wenn ich diese unverkennbaren Spätsommer-Anzeichen feststelle, verfalle ich aber auch in leichte Panik, da ich dann überlege, ob ich denn auch alles, was man im Sommer so machen will, zur Genüge gemacht habe…

Dieses Jahr kann ich u.a. dank des Super-Sommer-Wetters, aber auch dank eines entspannteren Jobs, der mir mehr Freizeit lässt als in den letzten Jahren, zufrieden zurück blicken: Baden gehen – check. Grillen – check. Picknicken – check. Viel auf dem Balkon sitzen – check. Open Air-Konzerte – check. Alle Sommerklamotten und Sandalen ausgeführt haben – check. Viel tolles Obst essen und damit backen – check.

Falls ihr hinter den Punkt „Mit leckerem Obst backen“ noch nicht mit ganz so großer Überzeugung ein Häkchen setzt, habt ihr jetzt noch die Gelegenheit, denn noch gibt es reife und saftige Früchte im Überfluss zu kaufen. Beste Gelegenheit also, noch einmal eine erfrischende Kühlschranktorte mit Ricotta zuzubereiten! Zur Dekoration eignen sich in dünne Scheiben geschnittene Nektarinen mit Aprikosenkonfitüre, Pistazien und Minzblättern ganz wunderbar. Aber auch mit frischen Beeren belegt, z.B. mit Himbeeren oder Blaubeeren, stelle ich mir die Torte sehr, sehr lecker vor!

Im Originalrezept kommt Orangenlikör an die Ricottacrème. Ich habe stattdessen Safari Fruchtlikör verwendet und auch noch ein paar Spritzer Limettensaft hinzugegeben, damit die Crème etwas frischer schmeckt. Der Kuchen sollte unbedingt direkt bis zum Anschneiden und Servieren im Kühlschrank stehen, so lässt er sich besser schneiden und schmeckt auch erfrischender. Um ihn noch leichter schneiden zu können, könnt ihr ihn auch direkt vor dem Anschneiden für ca. 20 Minuten ins Gefrierfach stellen.

So, und jetzt ran an die letzten Sommerfrüchte…! Und danach könnt ihr euch dann schon gemeinsam mit mir langsam auf die Herbstbäckerei freuen – ich sage nur Brownies, Käsekuchen, Apple Crumble, Zimtschnecken… 🙂

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Rezept
für eine Springform (26 cm Durchmesser)

225g Mehl
1 gestrichener TL Backpulver
200g Zucker
1 Prise Salz
3 EL Vanillezucker
1 Ei (Größe M)
125g Butter
2 reife Nektarinen
8 Blatt weiße Gelatine
500g Schlagsahne
500g Ricotta
3 EL Fruchtlikör (z.B. Orangenlikör oder Safari)
3 EL Aprikosen-Konfitüre
3 EL gehackte Pistazien
einige Minzeblättchen
Fett und Mehl für die Form

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Mehl, Backpulver, 75g Zucker, Salz, 1 EL Vanillezucker, Ei,
1–2 EL Wasser und Butter in Flöckchen in eine Rührschüssel geben, mit
den Knethaken des Handrührgerätes verkneten. Anschließend mit den Händen
zu einem glatten Teig verkneten. Den Boden einer Springform fetten, mit Mehl bestäuben. Teig auf
den Springformboden geben, mit bemehlten Händen gleichmäßig auf den
Boden drücken. Im
vorgeheizten Backofen ca. 20 Minuten auf der unteren Schiene backen. Aus dem Ofen nehmen, auf ein Kuchengitter setzen und auskühlen
lassen.

Nektarinen
gründlich waschen, trocken reiben, halbieren, Steine herauslösen und
Fruchtfleisch in Spalten schneiden. Gelatine in kaltem Wasser
einweichen. Sahne mit den Schneebesen des Handrührgerätes steif
schlagen. Ricotta, 125g Zucker, 2 EL Vanillezucker und Likör mit den Schneebesen des Handrührgerätes verrühren.

Gelatine ausdrücken und in einem kleinen Topf bei schwacher Hitze
schmelzen. Von der Herdplatte nehmen und 3–4 EL der Ricottacreme in sehr
kleinen Portionen unter die Gelatine rühren. Anschließend unter
ständigem Rühren mit der restlichen Ricottacreme vermischen. Sahne
portionsweise unterheben.

Creme auf dem Boden verstreichen.
Nektarinenspalten locker darauflegen. Torte ca. 3 1/2 Stunden kalt
stellen. Konfitüre durch ein feines Sieb streichen, in einem kleinen
Topf leicht erwärmen. Nektarinen mit der
Konfitüre bestreichen und die Torte mit Pistazien und Minzblättern garnieren. Nochmals bis zum Servieren (jedoch für mindestens 30 Min.) kalt stellen.

Quelle
leicht abgewandelt nach lecker.de   

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Kommentare

  • Sarah B.

    24. August 2015 at 16:44
    antworten

    Hallo Kirsten,Na, nach dem Rezept kannst du auch unter das Backen mit Obst einen dicken Haken setzen ;-) Genieß den Spätsommer (ich beobachte die Jahreszeiten […] weiterlesenHallo Kirsten,Na, nach dem Rezept kannst du auch unter das Backen mit Obst einen dicken Haken setzen ;-) Genieß den Spätsommer (ich beobachte die Jahreszeiten hier in der neuen Umgebung auch bewusst, und das Wort Spätsommer hab ich auch schön öfter ausgesprochen in letzter Zeit. Aber ich bin auch irgendwie schon gespannt auf den ersten Schnee, also alles halb so schlimm ;-)Gruss,Sarah zusammenfassen

    • Kirsten
      antwortet Sarah B.

      25. August 2015 at 11:15
      antworten

      Hi Sarah,ja mit meiner Sommerobst-Back-Ausbeute bin ich in diesem Jahr ziemlich zufrieden, auch wenn ich ein paar Sachen nicht geschafft habe (Kuchen mit Johannisbeeren und […] weiterlesenHi Sarah,ja mit meiner Sommerobst-Back-Ausbeute bin ich in diesem Jahr ziemlich zufrieden, auch wenn ich ein paar Sachen nicht geschafft habe (Kuchen mit Johannisbeeren und mit Stachelbeeren standen eigentlich noch auf meiner Liste) :-) Ich bin gedanklich jetzt auch schon etwas auf Herbst eingestellt, aber an den ersten Schnee möchte ich dann doch noch nicht denken... Mal sehen, ob wir hier überhaupt welchen abbekommen diesen Winter, Du hingegen dürftest ja auf jeden Fall schneesicher wohnen ;-)Auch Dir noch einen schönen Spätsommer & viele Grüße,Kirsten zusammenfassen

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