Kalte Kartoffel-Erbsen-Kopfsalat-Suppe // Ein Fazit zur Bio-Gemüsekiste

Wer mir bereits auf Facebook folgt, hat vielleicht schon mitbekommen, dass ich in den letzten Wochen regelmäßig Fotos von einem Haufen Gemüse poste 😉 Seit einigen Wochen bestelle ich eine Bio-Gemüsekiste und lasse euch gern daran teilhaben, was sich in meiner Box befindet und vor allem, was ich damit anstelle. Nach nun über einem Monat mit Gemüsekiste möchte ich auch hier auf dem Blog mal ein paar Worte darüber verlieren und ein kleines Zwischenfazit ziehen.

Warum eine Bio-Gemüsekiste?
Die offensichtlichen Vorteile einer solchen Gemüsekiste liegen auf der Hand: Das Gemüse ist Bio, es kommt aus der Region, ist somit natürlich auch saisonal und durch den Verzicht auf lange Lieferwege, etc. ist eine solche Kiste aus ökologischer Sicht auch sehr begrüßenswert. Für mich kam noch ein weiterer wichtiger Punkt hinzu: In allen Städten, in denen ich in den letzten Jahren gewohnt habe, hatte ich die Gelegenheit, mein Obst und Gemüse auf dem Markt an Ständen von Bauern aus dem Umland zu kaufen. Hier in Dresden geht das leider nicht, da der Markt zu meiner Wohnung und Arbeit sehr ungünstig gelegen ist und ich zu den Marktzeiten arbeiten muss und nicht mal eben zwischendurch Gemüse kaufen kann, wie ich es in Leipzig oft während der Mittagspause getan habe.

Die ersten Monate, die ich wieder hier in Dresden gewohnt habe, kam mein Gemüse daher aus dem Supermarkt. Und da war ich leider, auch wenn ich nicht das billigste Gemüse im billigsten Supermarkt kaufe, mit der Qualität und vor allem mit der Haltbarkeit nicht sehr zufrieden. Ich gehe aus Zeitgründen in der Regel einmal und nicht mehrmals wöchentlich einkaufen und möchte dann gern, dass mein Gemüse 5 – 6 Tage hält, eben bis zum nächsten Einkauf (dass ich empfindliche Sachen eher und schneller verbrauche, ist natürlich klar). Tja, und das tat es nicht und ich musste häufiger etwas wegwerfen, das schlecht geworden war. Darum bin ich hellhörig geworden, als mir eine Kollegin von ihrer Gemüsekiste und der Haltbarkeit des Gemüses erzählte.

Woher kommt die Kiste und wie funktioniert das?
Meine Kiste kommt vom Auenhof*, einem Bioland-zertifizierten Hof in der Lommatzscher Pflege ca. 20 Kilometer von Dresden entfernt. Der Auenhof baut große Teile des Gemüses für die Kiste selbst an, arbeitet aber auch in einem Verbund mit anderen Höfen aus der Region zusammen, um Gemüse, das nicht selbst angebaut wird, anbieten zu können und dadurch für mehr Abwechslung in der Kiste zu sorgen. Außerdem kann man über den Auenhof nicht nur Obst und Gemüse, sondern auch Eier, Milchprodukte, Käse, Wurstwaren, Honig und Säfte aus der Region bestellen und sich zusammen mit der Kiste liefern lassen.

Die Bestellung erfolgt über einen Online-Shop, wo man zwischen der Gemüsekiste, Obstkiste, Obst- und Gemüsekiste oder Schonkiste (ohne blähende Gemüsesorten) wählen kann. Außerdem lassen sich die Kisten in verschiedenen Größen (groß, mittel, klein) bestellen. Eine große Kiste kostet dabei ca. 20 Euro, die mittlere ca. 15 Euro und die kleine Version 10 Euro. Da jede Kiste individuell eingewogen wird, kann es zu kleinen Preisschwankungen kommen. Wenn man das erste Mal bestellt, wird man kurz nach der Bestellung telefonisch kontaktiert, um den Lieferzeitpunkt und -ort abzustimmen. Bei mir war das schnell geklärt, denn ich bestelle die Kiste zusammen mit meiner Kollegin, die mich darauf aufmerksam gemacht hatte, zu uns ins Büro. Da wir zwei Kisten an dieselbe Adresse liefern lassen, entfällt für uns die bei Einzellieferungen erhobene Gebühr von 3 Euro.

Jeden Freitag bekomme ich per E-Mail eine Benachrichtigung, was sich in meiner Kiste für die nächste Woche befinden wird. Dann habe ich über den Online-Shop noch die Möglichkeit, die Kiste zu konfigurieren, also z.B. einzelne Gemüsesorten abzubestellen, die ich noch vorrätig habe (passiert manchmal bei Kartoffeln oder Zwiebeln), Gemüse, das ich nicht mag, gegen andere Sorten auszutauschen oder aber die Bestellung zu stornieren, wenn ich etwa für einige Tage verreise. Ist man länger im Urlaub und möchte nicht jede Woche eine Bestellung stornieren, kann man den Zeitraum auch im Online-Shop als Lieferpause hinterlegen.

Was ist drin?
In meiner Kiste sind normalerweise 7 – 9 verschiedene Lebensmittel enthalten. Jede Woche enthalten  sind 1 – 2 Salate, außerdem Gemüse, das man roh verzehren kann, wie etwa Tomaten, Gurken, Möhren, weiterhin Kochgemüse (z.B. Blumenkohl, Brokkoli, rote Bete, Kartoffeln) und ein Bund Kräuter (diese bestelle ich aber häufig ab, da ich auf meinem Balkon eigentlich alle Kräuter habe, mit denen ich gern koche). So sieht eine beispielhafte Zusammenstellung aus:


Fazit – was bringt es mir?
Neben den oben schon aufgelisteten offensichtlichen Vorteilen habe ich folgendes für mich festgestellt:

  • Ich muss seltener einkaufen und nichts mehr wegwerfen, denn das Gemüse hält in der Regel problemlos mindestens eine Woche durch. Natürlich schaue ich dabei darauf, dass ich empfindlichere Sorten wie z.B. Salate, Tomaten oder Brokkoli innerhalb weniger Tage verbrauche und mir Gerichte mit haltbaren Gemüsen wie Kartoffeln, rote Bete oder Spitzkohl für die zweite Wochenhälfte aufhebe.
  • Ich erweitere meinen kulinarischen Horizont. Denn ich esse jetzt häufiger Sachen, die ich entweder noch gar nicht gegessen habe (etwa bestimmte Salatsorten), noch nie selbst zubereitet habe (z.B. rote Bete selbst garen statt vakuumverpackt kaufen) oder zwar prinzipiell mag, aber trotzdem sehr selten kaufe (etwa Spitzkohl oder Brokkoli). Beim Einkaufen neige ich sonst schon häufig dazu, meine „üblichen Verdächtigen“ zu kaufen (im Sommer: Tomate, Zucchini, Aubergine…) und anderes Gemüse unbeachtet zu lassen. Das ist mit der Kiste vorbei, denn ich habe mir, um möglichst viel zu entdecken, vorgenommen, Kisteninhalt nur auszutauschen, wenn ich etwas absolut nicht esse (das gilt für Spinat, Mangold, Rosenkohl, Fenchel – alles andere wird genommen).
  • Ich koche kreativer. Das Gemüse ist nun einmal da und will verwertet werden. Und wie ich gerade schon geschrieben habe, sind es häufiger mal Sachen, mit denen ich nicht so oft koche und wo ich erst mal überlegen muss, was man denn damit Schönes machen könnte. Dieses Recherchieren macht mir natürlich ziemlich Spaß 🙂 So stoße ich auf viele Rezepte, die ich vorher gar nicht beachtet hätte, oder kombiniere auch häufig spontan und ohne Rezept Sachen miteinander, auf die ich sonst nie gekommen wäre.
  • Ich esse gesünder. Es ist jetzt einfach immer Gemüse da, alle Ausreden, keines zu essen, fallen also weg. Ich muss abends nicht mehr in den Supermarkt mit dem Vorsatz, Gemüse zu kaufen, um dann stattdessen mit einem großen Stück Käse und einer Tafel Schokolade wieder raus zu kommen 😉 Außerdem ist der Gemüseanteil an unserem Essen noch mal deutlich gestiegen, man will den Kisteninhalt ja auch gut verwerten.

Für mich bleibt daher insgesamt zu sagen, dass das Gemüsekisten-Fazit sehr positiv ausfällt und ich die Kiste auch weiterhin bestellen werde. Und jetzt bin ich neugierig: Habt ihr auch eine Gemüsekiste bzw. zumindest schon mal eine getestet? Wenn ja, wie ist euer Fazit?

Und zum Abschluss dieses Artikels möchte ich euch noch zeigen, was man mit dem Gemüse so Schönes anstellen kann – etwa eine Kartoffel-Erbsen-Kopfsalat-Suppe! Und das Beste daran: Die Suppe ist ganz variabel einsetzbar, denn sie schmeckt sowohl warm als auch gut gekühlt wunderbar – perfekt also für die kommenden warmen Tage diese Woche 🙂

*Der Beitrag gibt meine persönliche Meinung und meine Erfahrungen mit der Bio-Kiste vom Auenhof wieder. Der Artikel ist nicht vom Auenhof gesponsort o.ä., ich bezahle meine Gemüsekiste ganz normal wie jeder andere auch 😉

Rezept
für 3-4 Personen

1 EL Butter
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
500g Kartoffeln (am besten mehligkochend)
200g Erbsen (frisch oder TK)
1 Kopfsalat
500 ml Gemüsebrühe
Zitronensaft
Salz, Pfeffer aus der Mühle
frisch geriebene Muskatnuss

für die Croûtons
2 EL Butter
1 Knoblauchzehe
2 Scheiben Schwarzbrot
Salz

Für die Suppe in einem großen Topf Wasser mit etwas Salz zum Kochen bringen. Währenddessen die Blätter vom Kopfsalat abzupfen und waschen. Wenn das Wasser kocht, Salatblätter in den Topf geben und darin 1 – 2 Minuten garen, dann in ein Sieb abgießen, mit kaltem Wasser abschrecken und abtropfen lassen.

Schalotte und Knoblauch schälen und fein hacken. Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden. Butter in einem großen Topf zerlaufen lassen, Schalotte und Knoblauch darin bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Kartoffeln und Erbsen zugeben und kurz mitbraten. Mit Gemüsebrühe aufgießen und ca. 15 – 20 Min. kochen lassen, bis die Kartoffeln weich sind. Dann den Salat zugeben und die Suppe pürieren. Anschließend mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.

Wenn ihr die Suppe warm essen wollt, noch die Croûtons zubereiten. Dafür Knoblauch schälen und fein hacken. Butter in einer Pfanne bei mittlerer Hitze zerlaufen lassen, Knoblauch zugeben und kurz anbraten. Brot in kleine Würfel schneiden und in die Pfanne geben. Bei mittlerer Hitze ca. 5 – 8 Min. rösten, bis es knusprig ist. Mit Salz würzen. Suppe auf Tellern anrichten und mit Croûtons bestreut servieren.

Wollt ihr die Suppe kalt essen, dann lasst sie zunächst auskühlen und stellt sie dann für ca. 2 – 3 Stunden (länger geht natürlich auch) in den Kühlschrank. Die Croûtons dann erst direkt vor dem Servieren der Suppe zubereiten.

Quelle
eigenes Rezept

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