Weihnachtsdesserts 2010, Teil 2: Lebkuchen-Crème-Brûlée mit Orangenfilets

Ja ja ich weiß, zu Jahresbeginn stehen auch in Sachen Ernährung die guten Vorsätze im Vordergrund. Mehr Gemüse, weniger Fett, und endlich mal aufhören, sich Tag für Tag mit Süßkram vollzustopfen… Pläne dieser oder ähnlicher Art wurden auch im Hause Sugar & Spice geschmiedet. Aber trotzdem, liebe Leser, es nützt nichts… Ich bin noch das zweite Weihnachtsdessert schuldig geblieben und auch wenn es eine echte Sahne- und Zuckerbombe ist, tja, da müsst ihr jetzt einfach durch… Wird ja keiner wegen einer Crème brûlée seinen guten Vorsätzen entsagen, oder? ;o)


Aber andererseits… Wenn nicht dafür, wofür dann…?! ;D Ich hab ja in einem meiner letzten Posts schon erzählt, dass ich in meiner Familie den Job als Weihnachts-Dessert-Verantwortliche versehe und deswegen immer schon Wochen vorher Ausschau nach festlichen Desserts halte. Und als ich das Rezept für die Lebkuchen-Crème-Brûlée in der Lecker gesehen habe, wusste ich sofort, dass es was für meine Familie ist. Mein Vater liebt Crème Brûlée und bestellt sie im Frankreich-Urlaub beinahe täglich. Und auch bei allen anderen Familienmitgliedern stößt die Crème auf große Gegenliebe.

Und die Crème-Brûlée-Liebhaber wurden nicht enttäuscht: Lecker wie eh und je, dieses Mal aber noch mit weihnachtlicher Lebkuchengewürz-Note und Orangenfilets dazu. Einziges Manko (selber schuld!): Den Zucker dieses Mal viel zu dick aufgestreut (laut Originalrezept 1 EL Zucker pro Förmchen, aber nur, wenn man größere Förmchen hat als ich… ;o)), so dass die Kruste sich doch nur sehr schwer mit dem Löffel knacken ließ. Aber wenn’s weiter nichts ist ;o)

Eine Anmerkung noch: Zur Crème wird im Originalrezept eine Orangensauce, bestehend aus dem Saft zweier Orangen sowie einem EL kalter Butter, angerührt. Habe ich auch so gemacht, fand ich aber etwas langweilig. Meine Mutter und ich haben dann zusammen rumprobiert und die Sauce mit mehr Orangensaft, etwas Vanillezucker und weißem Portwein aufgepeppt sowie leicht angedickt. Leider hab ich mir im Eifer des Gefechts (Weihnachtsmenü, wie aufregend…!) die Mengenangaben nicht notiert. Deswegen müsst ihr hier entweder selbst kreativ werden oder die Crème ohne Sauce genießen, was auch sehr gut geht 🙂

Und ab dem nächsten Post gibt’s nur noch gesunde Gemüsegerichte, versprochen! *hüstel*

Rezept
für vier Personen

200g Schlagsahne
200 ml Milch
50g + 4 EL Zucker
3 TL Vanillezucker
2 Eier + 1 Eigelb (Größe M)
1 gestrichener TL Lebkuchengewürz
2 Orangen

evtl. zusätzlich für die Sauce:
mehr Orangensaft
mehr Vanillezucker
weißer Portwein
Stärke zum Andicken

Sahne, Milch, 50g Zucker und Vanillezucker in einen Topf geben und aufkochen lassen. Vom Herd ziehen und etwas abkühlen lassen. Den Ofen vorheizen (E-Herd: 125°C/Umluft: 100° C). Eier, Eigelb und Lebkuchengewürz verquirlen. Warme Sahne langsam unterrühren.

Die Eiersahne in vier ofenfeste (am besten flache) Förmchen (à ca. 200 ml Inhalt) füllen. Förmchen auf ein tiefes Backblech stellen und in den heißen Ofen schieben. Soviel heißes Wasser in das tiefe Backblech geben, dass die Förmchen zu zwei Dritteln im Wasser stehen. Crème 50-60 Minuten stocken lassen. Die Crème anschließend etwas abkühlen lassen und dann mindestens drei Stunden kalt stellen.

In der Zwischenzeit die Orangen so schälen, dass die weiße Haut vollständig entfernt wird. Filets mit einem scharfen Messer zwischen den Trennhäuten herauslösen. (Möchte man auch noch eine Orangensauce kochen, sollte man den Saft auffangen.) Orangenfilets bis zum Servieren beiseite stellen.

Vor dem Servieren die Crème brûlée gleichmäßig mit je einem EL Zucker (bei kleineren Förmchen weniger, soll nur eine dünne Schicht sein!) bestreuen. Mit dem Küchen-Gasbrenner oder unter dem heißen Backofen-Grill kurz goldbraun karamellisieren. Mit den Orangenfilets und evtl. einer Orangensauce anrichten.

Quelle
Lecker Dezember 2010

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