Chili sin Carne auf indisch

Dass bei Sugar & Spice gern Chili con Carne gegessen wird, wisst ihr vielleicht schon. Da ich ja nun (nach der Sahne- und Zuckerorgie des letzten Posts… ;o)) gelobt hatte, meinen Neujahrsvorsatz umzusetzen und erst mal vorwiegend vegetarisch zu kochen, wurde hier kurzerhand auch das Chili vegetarisiert und somit also zum Chili sin Carne. Und weil wir grad so schön dabei sind, den Klassiker abzuwandeln, wurde das Chili dieses Mal nicht mexikanisch, sondern indisch gewürzt.

Die Vorlage dazu liefert das bei mir sehr beliebte Buch Indien Basics. Das Rezept ist mittlerweile schon ein Klassiker in meiner Küche geworden. Es wärmt, macht lange satt und ist recht schnell zubereitet, somit also das perfekte Feierabendessen an einem Winterabend. Und für alle, die wie ich sehr gern mit möglichst vielen verschiedenen Gewürzen kochen, ist es einfach perfekt: Von Ingwer und Zimt über Kardamom, Chili, Kurkuma, Kreuzkümmel und Koriander bis hin zu Garam Masala ist alles dabei, was das Herz begehrt ;o) Wenn ich es mir recht überlege, schmeckt mir diese indische Variante sogar fast besser als die mexikanische – irgendwann werde ich sie wohl auch noch mal mit Fleisch ausprobieren 🙂 Und wie die meisten Gerichte mit Hülsenfrüchten schmeckt auch dieses Essen am nächsten Tag aufgewärmt noch einen Tick besser ;o)

Rezept
für zwei Personen zum Sattessen

1 Dose Kidneybohnen (etwa 480g Abtropfgewicht)
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Stück frischer Ingwer (etwa 5 cm)
2 EL Erdnussöl
1 Lorbeerblatt
1 Stück Zimtrinde (5-7 cm)
1 braune Kardamomkapsel
2-3 getrocknete Chilischoten
1/2 TL Kurkumapulver
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
3/4 TL gemahlener Koriander
3/4 TL Garam Masala
250g passierte Tomaten
Salz
1 EL Butter
3 EL gehacktes Koriandergrün (bei mir: glatte Petersilie)

Bohnen in ein Sieb gießen, kalt abspülen und abtropfen lassen. Zwiebel schälen und fein würfeln. Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken.

Das Öl in einem Topf oder Wok heiß ewrden lassen. Lorbeerblatt, Zimtrinde, Kardamomkapsel und Chilischoten zugeben und ca. fünf Minuten bei mittlerer Hitze anrösten, bis das Lorbeerblatt gebräunt ist und sich die Chilischoten dunkelrot aufblähen.

Dann Zwiebel, Knoblauch und Ingwer zugeben und hellbraun anbraten. Die gemahlenen Gewärze darüber streuen, alles gut verrühren, dann die Tomaten untermischen und salzen. Offen bei starker Hitze etwa fünf Minuten kochen, bis die Flüssigkeit verdunstet und die Sauce dick eingekocht ist, dabei immer rühren.

Die Bohnen mit 1/4 Liter Wasser zugeben und zugedeckt zehn Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen, damit die Bohnen das Aroma der Sauce annehmen können. Dann die Butter einrühren und alles noch mal offen bei mittlerer bis starker Hitze fünf Minuten einkochen. Die Sauce soll nicht mehr flüssig sein, sondern dick an den Bohnen haften. Das Gericht mit Koriander oder glatter Petersilie bestreuen und evtl. mit indischem Brot servieren.

Quelle
Tanja Dusy, Sebastian Dickhaut: Indien Basics

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Kommentare

  • Kirsten

    7. Januar 2011 at 17:54
    antworten

    Na dann los, trau Dich ;o) Vielleicht musst Du es Dir ja einfach nur nicht als Chili OHNE Fleisch, sondern als eigenes Gericht vorstellen...? Oder […] weiterlesenNa dann los, trau Dich ;o) Vielleicht musst Du es Dir ja einfach nur nicht als Chili OHNE Fleisch, sondern als eigenes Gericht vorstellen...? Oder Du verwendest Fleisch und würzt es nur mal indisch, dann könntest Du mir gleich berichten, wie sich diese Variante so macht. zusammenfassen

  • uwe@highfoodality

    7. Januar 2011 at 13:46
    antworten

    ich kann mir chili ohne fleisch ja immer noch nicht vorstellen. vielleicht sollte ich es einfach mal ausprobieren, denn ich esse chili con carne schon […] weiterlesenich kann mir chili ohne fleisch ja immer noch nicht vorstellen. vielleicht sollte ich es einfach mal ausprobieren, denn ich esse chili con carne schon sehr, sehr gerne. zusammenfassen

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