Bestes Comfortfood: Steinpilz-Risotto

Ich hab ein neues Lieblingsrisotto! Wie ich ja schon vor Kurzem erzählt habe, ist mein Verhältnis zu Risotto etwas zwiegespalten – zwar liebe ich es, Risotto zu kochen, doch nicht immer esse ich es dann auch genau so gern. Das hat mit einem Kindheitstrauma zu tun, nämlich dem, dass ich Milchreis überhaupt nicht mag und mich kaltes, festes, nicht mehr richtig schlonziges Risotto genau daran erinnert… Ja ich weiß, alles etwas kompliziert ;o) Darum schätze ich es, wenn Risotto zum einen sehr cremig-flüssig und zum anderen kräftig gewürzt ist, so dass die Erinnerung an Milchreis möglichst gar nicht erst aufkommt…

Eins der Risotti, die diese Anforderungen perfekt erfüllt haben, war das Steinpilz-Risotto, das wir vor ein paar Tagen gekocht haben. Die Würze geben getrocknete Steinpilze, deren Einweichwasser bei diesem Risotto anstelle von Brühe auch zum Aufgießen benutzt wird. Das gibt zusammen mit einigen Löffeln Tomaten aus der Dose dann auch die kräftige Farbe. Das Rezept aus dem Italian Basics habe ich leicht abgewandelt: Da ich gerne einen leichten Weingeschmack an meinem Risotto habe, habe ich den angedünsteten Reis zunächst mit Weißwein abgelöscht, bevor ich angefangen habe, das Risotto mit dem Einweichwasser der Pilze aufzugießen. Außerdem hab ich ganz zum Schluss noch einige kleingeschnittene Champignons zugefügt, die noch vom Gemüsecurry übrig waren. Ein geschmacklich sehr intensives, unheimlich leckeres Risotto, das ich nur uneingeschränkt weiter empfehlen kann 🙂

Rezept
für drei bis vier Personen zum Sattessen

40g getrocknete Steinpilze
1 kleine Zwiebel
1 kleine Möhre
1 Stange Sellerie
1/2 Bund Petersilie
2 EL Olivenöl
400g Risottoreis
1/2 Dose Tomaten (Dose à 400g)
1 EL Butter
50g frisch geriebener Parmesan
Salz, Pfeffer aus der Mühle
nach Wunsch: ein guter Schuss Weißwein, 5-6 Champignons

Getrocknete Steinpilze in eine Schüssel schütten, einen Liter lauwarmes Wasser darüber gießen und die Pilze in ca. 30 Minuten weich werden lassen. In der Zwischenzeit die Zwiebel und die Möhre schälen. Zwiebel, Möhre, Selleriestange und Petersilie fein hacken. (Nach Wunsch die Champignons halbieren und quer in dünne Scheiben schneiden.)

Die Steinpilze aus dem Wasser nehmen und klein schneiden. Das Einweichwasser durch eine Kaffefiltertüte laufen lassen und auffangen – es müsste ca. 3/4 Liter übrig bleiben (wenn es weniger ist, den Rest durch Brühe ersetzen).

Das Öl im Topf warm werden lassen. Die kleingehackte Zwiebel, Möhre, Sellerie und Petersilie und die kleingeschnittenen Steinpilze zugeben und andünsten. Den Reis dazurühren und ebenfalls mit andünsten. Alles nach Belieben mit einem guten Schuss Weißwein ablöschen und diesen einkochen lassen. Dann die Tomaten zugeben.

Das Einweichwasser der Pilze nach und nach zum Reis gießen und dabei immer wieder rühren, bis das Risotto cremig ist, der Reis aber noch einen leichten Biss hat. Dann nach Belieben die Champignonscheiben zugeben und nur warm werden lassen. Zum Schluss die Butter und den Parmesan unter den Reis mischen und das Risotto mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Quelle
leicht abgewandelt nach: Cornelia Schinharl, Sebastian Dickhaut: Italian Basics

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Kommentare

  • Kirsten

    30. Januar 2011 at 13:29
    antworten

    Gern geschehen :) Wie gut, dass es andere Blogs gibt, die einen daran erinnern, was man mal wieder essen könnte - ich profitiere da ja […] weiterlesenGern geschehen :) Wie gut, dass es andere Blogs gibt, die einen daran erinnern, was man mal wieder essen könnte - ich profitiere da ja auch ständig davon ;o) zusammenfassen

  • Sylvia

    29. Januar 2011 at 19:55
    antworten

    Steinpilze sind zwar nicht so meins, aber Deine Risotto erinnert mich daran selbst mal wieder eins zu kochen! Danke für die Erinnerung! :-)

  • Kirsten

    29. Januar 2011 at 12:49
    antworten

    @ Anikó: Also ich könnte auch schon wieder ein Risotto vertragen ;o) Leider ist mein Reis-Vorrat jetzt erschöpft und eigentlich wollte ich keinen neuen anlegen, […] weiterlesen@ Anikó: Also ich könnte auch schon wieder ein Risotto vertragen ;o) Leider ist mein Reis-Vorrat jetzt erschöpft und eigentlich wollte ich keinen neuen anlegen, da ich bald umziehe und deshalb meinen Vorratsschrank mal etwas leeren wollte. Aber was tut man nicht alles, wenn einen der Risotto-Appetit überkommt ;o)@ Uwe: Danke danke :) Pilzrisotto als Beilage zu Fisch hab ich auch schon mal gemacht, das passte auch sehr gut. Ach ich liebe Pilzrisotto :) zusammenfassen

  • uwe@highfoodality

    29. Januar 2011 at 11:58
    antworten

    schaut auch lecker aus :) habe letztes jahr auch mal steinpilzrisotto gemacht, allerdings als beilage zu jakobsmuscheln. feine sache, jedenfalls!

  • Anikó

    28. Januar 2011 at 21:29
    antworten

    Oh ja, Risotto könnte ich auch mal wieder machen, hab da noch soviel Reis vom im Vorratsschrank rumdümpeln :) Nächste Woche dann!

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