Ein Klassiker: Zwiebelkuchen

Es gibt so viele Gründe, warum ich – vor allem in kulinarischer Hinsicht – den Herbst mag. Die unendliche Vielfalt an Kürbis-Rezepten, die ausprobiert werden wollen, gehört dazu. Die frischen Waldpilze, die es derzeit auf dem Markt zu kaufen gibt und die, mit Zwiebel, Knoblauch, Tomatenwürfeln und frischen Kräutern gebraten und zu Kartoffelpüree und/oder Rührei serviert ein wunderbares Abendessen abgeben. Oder die Tatsache, dass man endlich wieder Suppen, Aufläufe und scharfe Currys auf den Speiseplan setzen kann, ohne schon beim Gedanken daran ins Schwitzen zu geraten. Ja, im Moment bin ich ehrlich nicht traurig darüber, dass der Sommer vorbei ist. Ein weiterer Punkt, den ich am Herbst mag, ist die Zeit, wenn es Federweißer und Zwiebelkuchen gibt – also JETZT!!! 🙂

Wie die Kürbis-Mais-Suppe mit Ahornsirup oder das Pilzragout mit Semmelknödeln ist der Zwiebelkuchen eine absolute Konstante meiner Herbstküche, d.h. ihn muss es definitiv jedes Jahr mindestens 1-2 mal geben. Am Feiertag diese Woche war es soweit, ein gemütlicher Abend bei Federweißer und Zwiebelkuchen war geplant. Nachdem wir im letzten Jahr mal etwas Neues probieren wollten und ich daher zum Federweißer eine südfranzösische Pissaladière aufgetischt habe, stand in diesem Jahr wieder der klassische Zwiebelkuchen mit Hefeteig, Schmandguss und Speck auf dem Programm. Da sich das Kochbuch, nach dessen Rezept ich früher den traditionellen Zwiebelkuchen zubereitet habe, bei meinen Eltern befindet, habe ich es in diesem Jahr mit einem Rezept aus dem Basic Baking probiert und wurde nicht enttäuscht.

Der Hefeteig ist wunderbar aufgegangen und ergab einen saftigen und an den Rändern wunderbar knusprigen  Teig. Zu goldgelb gedünsteten Zwiebeln und knusprigem Speck muss ich sicher nicht viel sagen ;o) Einzig wäre anzumerken, dass es unserer Meinung nach für ein ganzes Blech etwas mehr Belag hätte sein dürfen. Ich habe mich ans Rezept gehalten und ein Kilo Gemüsezwiebeln verwendet (was mir in der Verarbeitung auch ausreichend erschien, denn Zwiebeln zu schneiden ist meine persönliche Koch-Hölle…). Der Saftigkeit des Kuchens zuliebe würde ich es beim nächsten Mal dennoch eher mit 1,5 Kilo versuchen. Außerdem hab ich dem Rezept noch meinen ganz persönlichen Zwiebelkuchen-Trick hinzugefügt – aber pssst, streng geheim ;o) Die angedünsteten Zwiebeln mit einem großzügigen Schuss süßer Soja-Sauce (Ketjap manis) ablöschen und kurz einköcheln lassen. Unterstreicht den süßlichen Zwiebel-Geschmack, gibt Würze und eine wunderbare goldgelbe Farbe 🙂

4 Kommentare
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Kommentare

  • Anikó

    14. Oktober 2012 at 12:43
    antworten

    Gestern nachgebastelt für die Eltern und mich! Wirklich sehr gut! Sogar Herr Papa sagte lobenderes als "Kann man essen" ;-)

    • Kirsten
      antwortet Anikó

      19. Oktober 2012 at 16:40
      antworten

      Hallo Anikó,freut mich total, dass Du das Rezept ausprobiert hast und es Dir + Deinen Eltern geschmeckt hat :-) Ich hasse diese "Kann man essen"-Sager […] weiterlesenHallo Anikó,freut mich total, dass Du das Rezept ausprobiert hast und es Dir + Deinen Eltern geschmeckt hat :-) Ich hasse diese "Kann man essen"-Sager ja auch immer - andererseits ist es ja ne Herausforderung für uns Hobbyköche, ihnen immer wieder ein größeres Lob zu entlocken ;o)Liebe Grüße,Kirsten zusammenfassen

  • NATALiJA WANTS YOU! ♥

    10. Oktober 2012 at 2:03
    antworten

    Seeeehr lecker :-) <3

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