Erfrischendes für heiße Tage: Kalte Gemüsesuppe im Gazpacho-Stil

Bei dem heißen Wetter steht mir der Sinn nicht unbedingt nach warmem Essen. Also wurde in den letzten Tagen fleißig im Fundus kalter Rezepte gewühlt. Schon letzten Sommer wollte ich gern mal eine kalte Suppe ausprobieren, habe es aber nicht geschafft, weil entweder keine Zeit war oder sich das warme Wetter zwischenzeitlich schon wieder verabschiedet hatte. Als ich letztens mit einer Freundin essen war, habe ich seit langem mal wieder Gazpacho gegessen und dachte mir: Das mache ich jetzt im Sommer auch mal!

Das Schicksal wollte es natürlich, dass sobald ich meine Gazpacho fertig hatte, dunkle Regenwolken aufzogen und es sich draußen kräftig abgekühlt hat. So habe ich meine kalte Suppe also am wahrscheinlich kältesten Tag dieser Woche gegessen. Geschmeckt hat sie aber trotzdem sehr gut!

Im Kochbuch wird die Suppe als „Kalte Gemüsesuppe – fast wie Gazpacho“ bezeichnet. Worin genau die Unterschiede zum spanischen Original liegen, vermag ich nicht zu sagen. Sie trifft jedenfalls ziemlich genau den Geschmack, an den ich mich aus früheren Spanien-Urlauben noch erinnere.

Rezept
für zwei bis drei Portionen

150g Weißbrot (vom Vortag)
2 Knoblauchzehen
8 EL Olivenöl
750g Tomaten
3 EL Weißweinessig
1 rote Paprika
1/2 Salatgurke
150ml Gemüsebrühe (gut gekühlt)
6 Eiswürfel oder 8 EL eiskaltes Wasser
Salz, Pfeffer
edelsüßes Paprikapulver
Chilipulver
2-3 Prisen Zucker
1 kleine grüne Paprika (ich hatte noch eine gelbe und hab die genommen)
4 Stängel Basilikum (hab ich vergessen zu kaufen und dafür Petersilie genommen)

Das Brot in kleine Würfel schneiden. Die Knoblauchzehen schälen und fein hacken. 4 EL Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, das Brot und die Hälfte des Knoblauchs dazu geben und bei mittlerer Hitze unter Rühren goldbraun braten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Die Tomaten kreuzweise einritzen, mit kochend heißem Wasser überbrühen und ca. 1 Min. ziehen lassen. Dann die Tomaten häuten, vierteln, die Kernze herauskratzen und die Stielansätze wegschneiden. Das Tomatenfleisch grob schneiden und mit dem angesammelten Saft mit Essig, übrigem Öl, restlichem Knoblauch und der Hälfte des gerösteten Brots mischen, ca. 30 Min. im Kühlschrank ziehen lassen.

Die rote Paprika waschen, halbieren, Kerne und Trennhäute entfernen und grob würfeln. Gurke schälen, längs halbieren und die Kerne mit einem Löffel herauskratzen, dann Gurkenfleisch in kleine Stücke schneiden. Gurke und Paprika mit Tomaten samt eingeweichtem Brot mischen, Brühe und Eiswürfel oder Wasser zugeben und alles fein pürieren. (Bei mir leider etwas gröber, da der Hunger zu groß und die Leistungsfähigkeit des Pürierstabs zu gering waren.) Mit Salz, Pfeffer, Paprika- und Chilipulver und dem Zucker würzen. Die Suppe im Kühlschrank mindestens zwei Stunden lang durchkühlen lassen.

In der Zwischenzeit die grüne Paprika waschen, halbieren, Kerne und Trennwände entfernen und in sehr kleine Würfel schneiden. Basilikum waschen, trocken schütteln, Blättchen von den Stengeln zupfen und in feine Streifen schneiden. Mit den Paprikawürfeln mischen. Die Suppe auf den Tellern mit den übrigen gerösteten Brotwürfeln und der Paprika-Basilikum-Mischung bestreuen.

Quelle
Tanja Dusy: Sommerküche voller Sonne und Aroma

1 Kommentare
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Kommentare

  • Sabrina*

    10. Juli 2010 at 13:09
    antworten

    Unserer gemeinsamer Abend im Erfurter Mathilda war wirklich toll! Wir sollten uns vielleicht einmal überlegen, unsere regelmäßigen Kochtreffen mit einer "Außer-Haus"-Variante zu bereichern. So könnten […] weiterlesenUnserer gemeinsamer Abend im Erfurter Mathilda war wirklich toll! Wir sollten uns vielleicht einmal überlegen, unsere regelmäßigen Kochtreffen mit einer "Außer-Haus"-Variante zu bereichern. So könnten wir nicht nur unsere eigenen Rezepte genießen, sondern auch die kulinarische Umwelt Thüringens (und bald auch Dresdens?) erkunden - und bewerten. Dein Blog ist übrigens eine tolle Idee; ich werde hier ganz sicher regelmäßig zu Gast sein! zusammenfassen

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