Familienrezept: Erdbeertorte + 11 Fragen an mich

Zurzeit ist es wie verhext… Ich habe gerade so viele tolle Rezepte auf Lager, die ich gern mit euch teilen würde, und gleichzeitig finde ich nur mit Mühe und Not die Zeit, um überhaupt mal was zu bloggen. Meine Warteschleife wächst gerade in (für mich) noch nie gekannte Höhen und ich muss ganz schön aufpassen, dass ich die Rezepte rechtzeitig blogge, bevor einige Zutaten keine Saison mehr haben. Da die Erdbeer-Saison gerade ihren Höhepunkt erreicht und die Erdbeeren im Moment so herrlich tiefrot, saftig und süß sind, habe ich mich heute folgerichtig erst mal für ein Erdbeer-Rezept entschieden. Und nicht für irgendeines, denn heute zeige ich euch mal wieder einen Familienklassiker und gleichzeitig den ersten Kuchen, den ich so zu Teenie-Zeiten alleine gebacken habe (soweit ich mich erinnere). Nein nein, ich habe nämlich nicht mit nem popeligen Rührkuchen oder ein paar einfachen Muffins angefangen, bei mir gab’s gleich ne Drei-Komponenten-Torte ^^ (davon mal abgesehen war ich allerdings damals in der Küche keine Heldin…)

Unsere klassische Erdbeertorte mit Biskuitboden, Vanille-Puddingcreme und Erdbeeren in Gelee hatte ich jetzt schon ewig nicht mehr gemacht, aber der Besuch meiner Eltern am letzten Wochenende bot endlich mal wieder eine Gelegenheit dafür. Und geschmeckt hat sie noch genauso herrlich, wie ich sie in Erinnerung hatte: Feiner Biskuitboden mit leichter Zitronennote, cremige Puddingfüllung und obenauf mein Lieblingsbestandteil, die kühle, glibberige Erdbeer-Geleeschicht (ja, ich mag Essen mit seltsamer Konsistenz ^^). Dazu ein Klecks mit Vanillezucker aromatisierte Sahne und ein schattiges Plätzchen auf dem Balkon – was will man mehr? Höchstens noch ein Stück, und noch eins… 😉 Vielleicht wollt ja auch ihr noch in den Genuss der Torte kommen, solange die Erdbeeren noch so wunderbar sind wie jetzt?

Bevor wir zum Rezept kommen, noch kurz ein anderes Thema… Madameflavoursome hat mir 11 interessante Fragen zu meiner Person gestellt und würde sich freuen, wenn ich diese beantworte. Das tue ich natürlich gern 🙂

1. Wieviel Zeit verwendest Du darauf, in Deinem Blog zu schreiben?

Ich versuche, zwei Beiträge pro Woche zu veröffentlichen, die ich aber in der Regel beide am Wochenende vorbereite und ggf. zur späteren Veröffentlichung einstelle. Pro Blog-Beitrag brauche ich insgesamt (also mit Fotos auswählen und bearbeiten, Text und Rezept schreiben, etc.) ca. eine Stunde. Bei aufwändigeren Beiträgen wie z.B. zum Europa-Kochprojekt brauche ich auch mal länger bzw. investiere in den Wochen, bevor ich den jeweiligen Beitrag plane, auch noch ein paar Stunden in die Recherche über das jeweilige Land und seine Küche. Beim Bloggen ist es ja so, dass man eigentlich nie fertig ist – hätte ich mehr Zeit zur Verfügung, würde ich die auch gerne investieren, um meine Beiträge besser vorzubereiten und informativer und hochwertiger zu gestalten. Aber die Möglichkeiten habe ich im Moment leider nicht, und so schreibe ich meist einfach „irgendwie drauf los“.

2. Hast Du mal an einem Blogger-Event oder Fotoworkshop anlässlich deines Blogs teilgenommen?


Hier bin ich nicht ganz sicher, ob ein Event gemeint ist, bei dem man andere Blogger persönlich trifft, oder ein Blog-Event mit Rezepten zu einem bestimmten Thema? Andere Blogger habe ich jedenfalls bisher noch nie persönlich getroffen, was vielleicht auch ein bisschen schade ist, da der Austausch sicher interessant wäre und es schon so einige Blogs gibt, die ich seit längerem lese und wo ich auch neugierig auf die „Person dahinter“ wäre. An Blog-Events (also Rezeptsammlungen zu einem Thema) hab ich schon öfter teilgenommen, zu ganz unterschiedlichen Themen. Leider aber auch nicht so oft, wie ich gern würde, da ich die laufenden Events leider häufig nicht so auf dem Schirm habe.


3. Wer war der Schwarm Deiner Jugend (Sänger, Schauspieler, Boybandmitglied, Sportler, etc.)?


Oha, die Frage bietet einiges an Fremdschäm-Potential 😉 Also so mit 12 war ich ja großer Fan der Boyband Caught in the Act. Mein ganzes Zimmer war mit Postern zugepflastert, ich hatte auch so Ordner, wo ich jeden Schnipsel gesammelt hab und all sowas. Als sich die Band ja dann „tragischerweise“ getrennt hat, verschwanden die Poster nach und nach und machten neuen Postern von Ben Affleck und Josh Hartnett Platz. Und dann waren die peinlichen Schwärmereien zum Glück irgendwann vorbei 😉


4. Bist Du eine Kinogängerin?


Ja, absolut! Ich gehe mehrmals pro Monat ins Kino, in der Regel in Programmkinos oder jetzt im Sommer auch gern ins Open-Air-Kino bei uns um die Ecke. Also man kann schon sagen, dass Filme ein echtes Hobby von mir geworden sind. Meine Favoriten der letzten Monate waren „The Broken Circle“, „Das Leben ist nichts für Feiglinge“ und „Seven Psychos“.


5. Gehst Du lieber allein oder mit einer Freundin shoppen?


Auf jeden Fall alleine. Shoppen ist für mich meist keine Freizeitbeschäftigung in dem Sinne, sondern eine Notwendigkeit, die ich gern relativ zügig erledige, um danach Zeit für anderes zu haben. Dabei gilt dann natürlich: Je weniger Leute dabei sind, desto schneller geht’s 😉 Ich bin auch für gewöhnlich schnell entschlossen und brauche eigentlich keine Beratung, ob ich etwas nun kaufen soll oder nicht. Also lieber fix alleine shoppen gehen und danach in Ruhe mit der Freundin treffen 🙂

6. Was ist Dein Soulfood für die grauen Tage, das Dich augenblicklich aufmuntert?


Kommt drauf an, wieviel Aufwand ich betreiben will. Grundsätzlich gut ist schon mal alles mit geschmolzenem Käse, egal ob Auflauf oder einfach nur überbackener Toast. Auch ein Nudeleintopf mit Hühnerfleisch oder ein Linseneintopf wirken Wunder. Wenn die Aufmunterung ganz schnell und ohne großen Aufwand gebraucht wird, reicht mir aber auch ein Glas Nutella und ein groooooßer Löffel… 🙂


7. Wovon hast Du mal soviel gegessen, dass Du nun nicht mehr rangekommen bist?


Hm, schwierig. Was mir spontan einfällt: Ich hab mal ne Zeit lang sehr häufig so Thai-Gemüse-Currys mit Currypaste und Kokosmilch gekocht, und irgendwann hatte ich für eine sehr lange Zeit überhaupt keine Lust mehr drauf. Inzwischen geht es aber wieder, wenn auch in Maßen. Aber es gibt bestimmt noch mehr Sachen, an die ich nicht mehr rankomme, die fallen mir nur leider grad nicht ein.


8. Welche Länderküche gefällt Dir am besten?


Ich mag – bedingt durch meinen Auslandsaufenthalt – die französische Küche sehr gern. Außerdem gefallen mir Küchen, in denen viele und gern auch scharfe Gewürze verwendet werden, wie z.B. in der indischen Küche. Aber eigentlich koche ich sehr viele unterschiedliche Richtungen querbeet.


9. Welche schlimmste Küchenkatastrophe hast Du selbst herbeigeführt?


Am traurigsten war ich, als ich die grandios leckeren Peanut Butter Bacon Cookies gebacken habe, und mir dann die erste Ladung verbrannt und die zweite kurz nach dem Backen vom Blech gerutscht und total zerbröselt ist, so dass ich gerade mal noch drei Cookies retten konnte… Ansonsten gab es natürlich Gerichte,  die mir nicht geschmeckt haben (z.B. Zitronen-Pinienkern-Gnocchi in Rote-Bete-Sauce, eigentlich mag ich alle Zutaten, aber wenn ich an das „Geschmackserlebnis“ denke, wird mir heute noch schlecht), aber keine „Katastrophen“ in dem Sinne.


10. Hast Du ein Lieblingsrestaurant (und welches)?


Auch gar nicht so einfach. Je mehr man sich mit dem Kochen beschäftigt, desto mehr kann man von Restaurants enttäuscht werden, finde ich. Ein Lieblingsrestaurant, wo ich total regelmäßig hingehe, habe ich daher nicht. Hier in Leipzig in meinem Viertel gehe ich aber ab und an gern ins Maître und ins Fela.


11. Wenn Du nur noch einen Kuchen auf der Welt essen dürftest, welcher wäre das?

Ganz klar entweder ein Schoko- oder ein Käsekuchen. Wahrscheinlich würde ich mir in dem Fall eine Kombination aus beidem, einen Chocolate Cheesecake, ausdenken 🙂

Soviel zu meinen Antworten auf Madameflavoursomes Fragen 🙂 Die Regeln dieses „Stöckchens“ sehen vor, dass man sich nun selbst 11 Fragen überlegt und diese an einen oder mehrere Blogger weitergibt. Ich muss gestehen, dass ich mir bisher noch keine Fragen überlegt habe und mir noch nicht ganz sicher bin, ob ich es weitergeben werden. Ich hoffe, Du, liebe Madameflavoursome, nimmst es mir nicht übel – in jedem Fall ein ganz großes Dankeschön an Dich für das Interesse an meinem Blog, es hat viel Spaß gemacht die Fragen zu beantworten! 🙂

Rezept
für eine Springform (26 cm)


Teig
6 EL Mehl
1/2 Päckchen Backpulver
3 EL Zucker
3 EL Öl
3 Eier
abgeriebene Schale von 1/2 Bio-Zitrone
3 TL Vanillezucker
Fett für die Form

Puddingcreme
2 Päckchen Vanille-Puddingpulver
1/2 Liter Milch
125g weiche Butter

Belag
500g Erdbeeren
3 Päckchen roter Tortenguss
ggf. Zucker
1/2 Liter Kirschsaft

Zunächst mit dem Teig beginnen. Dafür den Ofen auf 200 Grad vorheizen, eine Springform gründlich fetten. Alle Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben und mithilfe eines Handrührgeräts verrühren. Den Teig in die Form gießen und im vorgeheizten Ofen ca. 20 Minuten lang backen, bis er leicht aufgegangen ist und eine goldgelbe Farbe hat. Aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen.

Während der Biskuit bäckt, kann man bereits den Pudding kochen. Dazu nach den Anweisungen auf den Pudding-Päckchen gehen, jedoch 2 Päckchen Pulver, aber nur die Flüssigkeitsmenge für ein Päckchen verwenden. Den fertigen Pudding in eine Schüssel umfüllen und ebenfalls auskühlen lassen.

Währenddessen die Erdbeeren waschen, putzen und je nach Größe halbieren oder vierteln. Inzwischen sollten Teig und Pudding einigermaßen ausgekühlt sein. Nun unter die Puddingmasse mit dem Handrührgerät scheibchenweise die 125g weiche Butter schlagen. Pudding-Buttercreme gleichmäßig auf dem Biskuitboden verstreichen. Erdbeeren darauf schütten und einigermaßen gleichmäßig verteilen.

Nun noch den Tortenguss nach Packungsanweisung zubereiten, dabei jedoch 3 Päckchen Tortenguss, aber nur die Flüssigkeitsmenge für zwei Päckchen verwenden. ggf. muss je nach Tortenguss auch noch Zucker hinzugegeben werden, aber das lest ihr auf der Packung. Sobald der Guss beginnt zu Gelieren, diesen von der Mitte her über die Torte gießen und die Form leicht drehen, damit der Guss gleichmäßig verteilt wird. Dann bis zum Servieren mindestens vier Stunden kalt stellen.

Quelle
Familienrezept

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