Gemüseexperiment, Teil 2: Kürbis-Steckrüben-Curry mit Würzfladenbrot

In meinem letzten Post hab ich euch ja schon von meinem Vorhaben erzählt, mich dieses Jahr einmal quer durchs Wintergemüse zu kochen und dabei auch mal Sorten ausprobieren, die nicht so häufig auf dem Teller landen und mit denen ich vielleicht noch nie gekocht habe. Vor ein paar Tagen gab es daher schon ein leckeres Rezept für Schwarzwurzeln, und jetzt lege ich mit Teil 2 des Gemüseexperiments nach ;o) Dieses Mal im Mittelpunkt: Steckrüben. Mit denen habe ich nicht nur noch nie gekocht, nein, ich kann mich noch nicht mal erinnern, jemals Steckrüben gegessen zu haben. So war ich auch ziemlich überrascht, dass der Geruch und Geschmack der rohen Steckrüben ein bisschen an Kohlrabi erinnerte. Irgendwie hatte ich mir – warum auch immer – eher was in Richtung Kürbis oder Süßkartoffel vorgestellt ;o)

Um die Steckrüben zu verarbeiten, kam mal wieder ein Rezept aus meinem neuen Lieblingskochbuch Winterküche von Tanja Dusy zum Einsatz (und ja, ich verspreche, dass ich demnächst auch mal wieder Rezepte aus anderen Quellen poste ;o)). Das Kürbis-Steckrüben-Curry mit Würzfladenbrot hatte mich gleich beim ersten Durchblättern des Buches angelacht und gehörte deshalb natürlich auch gleich zu den ersten Rezepten, die ich ausprobiert habe. Und das Curry war genau so lecker, wie ich es erwartet hatte! Leckeres Wintergemüse, dazu Kichererbsen, die ich sowieso liebe, eine dickflüssige, tomatige Sauce und viele indische Gewürze. Dabei ist das Curry zwar schön würzig, aber nur ganz, ganz leicht scharf.

Eine super Ergänzung ist meiner Meinung nach auch das Würzfladenbrot, d.h. Fladenbrot, das aufgeschnitten, mit einer selbstgemachten Würzbutter bestrichen und dann gebacken wird. Knusprig, würzig, verführerisch! Ein neuer Favorit in meiner Küche, so kam es diese Woche dann auch gleich noch mal als Beilage zu einem Salat zum Einsatz. Insgesamt ein sehr gelungenes Rezept, wenn ich auch finde, dass der Geschmack vor allem von Kürbis, Kichererbsen und Gewürzen kam, während die Steckrübe etwas unterging. Aber ich werde ihr auf jeden Fall demnächst wieder eine Chance geben und bin gespannt, wie es dann gelingen wird – auf jeden Fall ist sie einfacher zu verarbeiten als die Schwarzwurzeln von letztens ;o)

Rezept
für vier Personen

Für das Curry

300g Steckrüben
400g Kürbis (geputzt)
2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
1 Stück Ingwer (6-8 cm)
2 EL Butterschmalz
3/4 TL Kurkumapulver
1/2 TL Chilipulver
2 TL Garam Masala
1 Dose stückige Tomaten (400g)
250g Naturjoghurt (mind. 3,8% Fett)
Salz
1 Dose Kichererbsen (400g)
1/2 Bund Koriander oder glatte Petersilie

Für das Brot

1/2 türkisches Fladenbrot
1/2 Knoblauchzehe
3 EL Butter
1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
1 Prise Chilipulver
Salz

Für das Curry die Steckrüben schälen und in ca. 1,5 cm große Würfel schneiden. Vom Kürbis Schale, Kerne und faseriges Inneres wegschneiden, das Kürbisfleisch in ca. 2,5 cm große Würfel schneiden. Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer schälen und getrennt fein würfeln.

Butterschmalz oder Öl in einem großen Topf erhitzen. Darin bei kleiner Hitze die Zwiebeln langsam goldgelb dünsten. Den Knoblauch und Ingwer dazugeben und 2-3 Min. mitdünsten. Kurkuma- und Chilipulver darüberstreuen und 1 Min. unter Rühren mitdünsten. Garam Masala und Tomaten untermischen und alles bei großer Hitze 3-4 Min. unter Rühren kochen lassen, es sollte möglichst viel Flüssigkeit verdunsten.

Topf vom Herd nehmen, die Hälfte des Joghurts unter die Tomaten-Zwiebel-Mischung rühren. Steckrüben und 100 ml Wasser unterrühren und kräftig salzen. Bei kleiner Hitze ca. 10 Min. zugedeckt köcheln lassen, dann Kürbis unterrühren und alles 20-30 Min. weitergaren, dabei ab und zu vorsichtig umrühren, eventuell wenig Wasser nachgießen. Kichererbsen in ein Sieb gießen und abbrausen, 5 Min. vor Garzeitende unter das Curry heben und heiß werden lassen.

Inzwischen für das Brot den Backofen auf 200° (Umluft 180°) vorheizen. Das Fladenbrot in 4 cm breite Streifen schneiden, diese aufschneiden. Den Knoblauch schälen, Butter in einer kleinen Pfanne schmelzen, Knoblauch hineinpressen und unter Rühren 2 Min. anbraten. Vom Herd nehmen, Kreuzkümmel und Chilipulver unterrühren. Die Schnittflächen des Brotes damit bestreichen, leicht salzen. Das Brot auf einen Backrost legen und im Ofen (Mitte) in 5-8 Min. goldgelb und knusprig rösten.

Das Koriandergrün (oder die Petersilie) abbrausen, trocken schütteln und fein schneiden. Restlichen Joghurt glatt rühren. Das Kürbis-Steckrüben-Curry auf tiefen Tellern verteilen, jeweils etwas Joghurt daraufgeben und mit Koriandergrün bestreuen. Das warme Brot dazu servieren.

Quelle
Tanja Dusy: Winterküche

4 Kommentare
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Kommentare

  • Kirsten

    10. Dezember 2011 at 12:49
    antworten

    Katharina, ja ich war von dem Gericht - und insbesondere von dem Brot - auch total begeistert! Wird sicher nicht das letzte Mal gewesen sein, […] weiterlesenKatharina, ja ich war von dem Gericht - und insbesondere von dem Brot - auch total begeistert! Wird sicher nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich dieses Gericht gekocht habe :-)LG Kirsten zusammenfassen

  • Katharina

    4. Dezember 2011 at 13:41
    antworten

    Das war so unglaublich lecker.... das gibt's öfter, mit und ohne Steckrüben, aber auf jeden Fall mit diesem leckeren Brot!LG, Katharina

  • Kirsten

    3. Dezember 2011 at 12:58
    antworten

    Sarah-Maria, vielen Dank, das freut mich sehr :-) Das Würzfladenbrot ist wirklich verführerisch, es passt auch ganz hervorragend zu allen orientalisch angehauchten Salaten!LG Kirsten

  • Sarah-Maria

    26. November 2011 at 11:36
    antworten

    Yumm, yumm! Lecker....hört sich toll an! Auch die Idee mit dem Würzfladenbrot....

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